News

Neues aus der Musikwirtschaft

Kreativität

Alles zwischen Inspiration
und Kunstprodukt

Kommerz

Von Backsteinen zum
Big Business

Konzept

Über „Das Netzwerk“
– und wie man es erschafft

Kontroverses

Political Correctness?
Aber nicht hier!

Home » Featured, Kommerz, Konzept, Kreativität

Wie sich Musiker am Besten auf große Branchen-Events vorbereiten

Ein Branchen-Event wie das Reeperbahn-Festival, die Berlin-Music-Week oder auch das Spot-Festival in Dänemark kann für einen Musiker eine Menge toller Chancen bereithalten. Nirgendwo sonst treffen sich so viele Branchenmitarbeiter und Journalisten – nirgendwo sonst haben Musiker die Möglichkeit sich und ihr Werk so prominent vorzustellen. Doch wie bekommen die Musiker die Aufmerksamkeit, die sie haben möchten? Das dänische Spot-Festival hat zwei Wochen vor dem Start einen Kursus gegeben, der die Musiker auf das wichtigste Event in Dänemark vorbereiten soll. Hier waren gute und allgemein gültige Tipps dabei, wie Musiker sich am besten positionieren können. Hier geht es zum dänischen Original-Artikel, den wir für WeCab netterweise übernehmen und abändern durften.

In einem Kurs konnten Musiker und Management-Agenturen lernen, wie sie sich am besten auf ein Branchen-Event vorbereiten können. Foto: Christian Skov

„Nicht alle Bands können offen auf anderen Menschen zugehen und sind gut darin, über sich selbst zu sprechen. Deswegen ist es wichtig, dass im im Vorfeld entschieden wird, wer der Sprecher ist und wer sich um die Meetings kümmert“, sagt Kristian Nyholm von Fake Diamond Records. Er ist nicht nur Labelchef sondern hat auch eine Management-Agentur, die mit Vinnie Who, Thomas Blackman and Laid Back arbeitet. „Du musst hellwach sein während der Festivalzeit sein und deine Chancen ergreifen.“ Es sei wichtig sich zu merken/aufzuschreiben mit wem man während des Festivals gesprochen hat und worum es bei den Gesprächen genau ging. Das dient zum einen dazu, auch nach dem Festival den Überblick zu behalten, aber die Liste kann auch später dabei helfen, wenn Musiker die Gesprächspartner noch einmal anschreiben wollen. „Es macht einen guten Eindruck, wenn man sich erinnern kann über was man mit wem gesprochen hat.“

Der Weg in ausländische Märkte

Sarah Sølvsteen von Scandinavian Management Booking, die beispielsweise mit Saybia and MØ zusammenarbeitet, konnte einige gute Tipps für die Musiker geben, die ihr Netzwerk gerne außerhalb Dänemarks erweitern würden. „Schließe dich mit den Kollegen zusammen, die schon den Weg in die Märkte gefunden haben, die du gerne für dich erschließen würdest. Wenn Du beispielsweise Kontakt zu deutschen Delegierten suchst, dann sprich mit den Menschen, die mit den Bands zusammenarbeiten.“

Bands sollten sich im Vorfeld überlegen, wer mit den Journalisten und den Agenten sprechen soll. Foto: Christian Skov

Ein guter Zeitpunkt um mit Branchenmitarbeitern aus anderen Ländern in Kontakt zu kommen, sei bereits der Donnerstagabend vor Beginn des Festivals, sagte Anders Meisner von Music Export Denmark. Insbesondere würden viele deutsche Delegierte bereits am Tag zuvor in Aarhus ankommen und sich in den Bars und Venues der Stadt aufhalten.

Anders Meisner: Bands sollten ihre Hausaufgaben im Vorfeld machen

Um seine Ziele für das Spot-Festival zu erreichen, sollten Musiker und ihre Managements ein klein wenig Vorarbeit leisten.  „Macht klar, dass ihr offen für Gespräche seid und sagt, wo ihr zu finden seid und wo ihr auftreten werdet. Und spart euch die Promo-CD’s und gebt lieber Links zu Soundcloud“, sagt Meisner.  Die Musiker und Managements sollten schon vor dem Festival einige Hausaufgaben erledigen. „Findet heraus, wer auf dem Spot-Festival sein wird und macht euch über diese Menschen schlau.“  Außerdem sollten im Vorfeld die Social-Media-Kanäle, wie Facebook und Twitter genutzt werden. Dort sollten auf jeden Fall die Profile aktualisiert werden und auf das Event ausgerichtet sein. „Formuliert in zehn Zeilen, wofür eure Band steht – am besten auf Englisch – und setzt das in euer Facebook-Profil.“

Einladungen vor dem Event knapp und zielgerichtet halten

Auch sei es gut schon im Vorfeld Einladungen zu verschicken. Dazu auch noch einige Tipps von mir, der Autorin dieses Textes, da jetzt, zwei Wochen vor dem Spot-Festival schon viele Einladungen in meinem virtuellen Briefkasten gelandet sind: Fasst kurz zusammen, wer ihr seid und warum euch die Menschen auf dem Branchen-Event treffen sollen. Bei der Masse an Einladungen verliert man leicht den Überblick und hat schlichtweg keine Zeit eine fünfseitige Mail mit der nötigen Aufmerksamkeit zu lesen. Und: schickt einen Link mit, wo man eure Musik hören kann. Und versucht vorher rauszufinden, ob die Links auch in anderen Ländern zugänglich sind. Es gibt nichts frustrierenderes, als immer wieder von Youtube gesperrte Videos anzuklicken. Und ich glaube nicht, dass sich jeder die Mühe machen wird, nach Alternativen bei Spotify oder Youtube zu suchen.

Schlagwörter: , , ,

Leave a comment!

Fügen Sie Ihren Kommentar unten, oder trackback von der eigenen Seite. Sie können auch Comments Feed via RSS.

Seien Sie nett. Halten Sie es sauber. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

Sie können diese Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dies ist ein Gravatar-enabled weblog ist. Um Ihre eigene weltweit anerkannte bekommen-Avatar, registrieren Sie sich bitte an Gravatar.