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Don’t fuck with music: Musiker protestieren vor dem Reichstag

Mit einer Protestaktion in Berlin will die neue Initiative “Don’t fuck with music” am Mittwoch, 24. April, ihrem Unmut vor dem Reichstag lautstark Luft machen. Die Initiative besteht aus Musikern, die sich zum ersten Mal gemeinschaftlich gegen die illegale Verbreitung von Musik im Internet und die Aufweichung des Urheberrechts durch die Politik zur Wehr setzen.

Anlass der Aktion ist die erste Beratung des Rechtsausschusses des Bundestages über das “Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken”. Der Entwurf sieht vor, den Streitwert für Urheberrechtsverletzungen auf 1000 Euro zu deckeln. Eine effektive Durchsetzung des Urheberrechts wird damit für Musiker laut der Initiative unmöglich.

Initiative ruft dazu auf das Urheberrecht zu stärken

In einem im Internet veröffentlichten Manifest fordern die Initiatoren Musikfans und Politiker dazu auf, die Werke Musikschaffender mit mehr Respekt zu behandeln und die Urheberrechte nicht zu entwerten, sondern zu stärken.

“Das Internet bietet den Künstlern mit seinen zahlreichen Musikportalen und sozialen Netzwerken eine große Bühne. Doch die illegale Musikverbreitung schadet freischaffenden Musikern enorm. Sollte jetzt, wie von der Bundesregierung geplant, auch noch der Schutz des Urheberrechts beschnitten werden, beraubt man die Musiker ihrer Existenzgrundlage. Musik braucht Schutz”, erklärt der Sprecher der Initiative, Dirk Wilberg, die Beweggründe für die Aktion.

Die Initiatoren bitten in ihrem Manifest ihre Fans um Verständnis für ihre Position. Es koste viel Geld und Zeit, Musik zu schreiben, zu produzieren und aufzunehmen. Währenddessen haben Musiker kein Einkommen durch Jobs oder Konzerte. Von Politikern fordern die Musiker, Dateihoster und Filesharer in die Pflicht zu nehmen. Wer vom Musikkopieren finanziell profitiere, müsse die Musiker und ihre Partner am Gewinn beteiligen. Zehntausende Jobs seien vom Funktionieren eines digitalen Musikmarktes unmittelbar oder mittelbar abhängig.

“Die Musiker und ihre Partner, die sich gegen den Missbrauch ihrer Musik wehren, werden vom Gesetzgeber als “unseriös” bezeichnet. Uns wird jede Verteidigungsmöglichkeit genommen, weil sie praktisch nicht mehr finanzierbar ist. Damit stehen wir schutzlos da. Musiker sind auf ein starkes Urheberrecht und seine verlässliche Durchsetzung angewiesen”, sagt Wilberg.

Das Manifest und seine Unterzeichner sind auf der Website zu finden. In den kommenden Wochen und Monaten sollen weitere Unterstützer hinzukommen. Wilberg: “Bisher scheuen die Künstler davor zurück, öffentlich für ihre Rechte einzutreten, aus Angst, sie könnten als uncool gelten. Das ist aber der falsche Weg, denn die illegale Verbreitung von Musik schadet der Musik und den Musikern. Dagegen müssen wir uns wehren! Ich möchte alle ermuntern, das Manifest auf unserer Website zu unterzeichnen.”

Mit einer Facebook-Fanpage treten die Initiatoren mit ihren Fans in Dialog und werben für ihre Positionen. Hier geht es zu unserem Kommentar zur Initiative.

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