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GEMA nimmt 2012 weniger ein und schüttet weniger aus

Die GEMA hat im Jahr 2012 rund fünf Millionen Euro weniger eingenommen als im Vorjahr. Lag die Summe in 2011 noch bei 825,5 Millionen Euro, so erzielte die Verwertungsgesellschaft in 2012 einen Gesamtertrag von 820,2 Millionen Euro für die Rechteinhaber in aller Welt. Die allgemeinen Kosten der GEMA haben sich, laut der Verwertungsgesellschaft, leicht erhöht. Sie stiegen in 2012 um rund 4,7 Millionen Euro auf 127,9 Millionen Euro.

Gema-Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Heker spricht selbst von einem “recht stabilen” Ergebnis. “Diese Kontinuität beweist auf der einen Seite, dass es nicht nach oben geht im Musikgeschäft. Auf der anderen Seite ist es der GEMA aber auch gelungen, den Absturz im Tonträgerbereich durch Einnahmesteigerungen an anderer Stelle zu kompensieren.” Auch für 2013 plane die GEMA mit einer weiterhin stabilen Entwicklung.

Dr. Harald Heker stellte einen Teil des GEMA-Geschäftsberichtes vor. Foto: GEMA

Dr. Harald Heker stellte einen Teil des GEMA-Geschäftsberichtes vor. Foto: GEMA

Allerdings gingen im Geschäftsjahr 2012 neben den Einnahmen auch die Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaft weiter zurück: 2011 verteilte die GEMA noch 702,3 Millionen Euro an ihre Mitglieder, 2012 fiel dieser Wert um zehn Millionen Euro auf eine Verteilungssumme von nunmehr 692,3 Millionen Euro.

Das Nutzungsverhalten der Konsumenten habe sich verändert, begründete die GEMA die aktuelle Geschäftsentwicklung. “Der Einbruch aus dem Verkauf von Tonträgern setzt sich ungebremst fort”, sagte Heker. “Was die GEMA im Onlinebereich erlöst, gleicht diesen Einbruch nicht aus, das hat sich auch im Jahr 2012 nicht geändert.

Live-Geschäft entwickelt sich erfreulich

Laut GEMA entwickle sich dagegen das Live-Geschäft sehr erfreulich. Die Einnahmen aus dem Live-Bereich haben, so die GEMA, die Tantiemen aus den Tonträgerverkauf längst überholt. “Das ist ein Trend, den wir auch bei der GEMA positiv sehen.” So wuchsen die in den sieben Bezirksdirektionen erzielten Einnahmen aus der Musiknutzung von 312 Millionen Euro auf nun 323,4 Millionen Euro im Jahr 2012.

Auch im Bereich Rundfunk und Fernsehen stiegen die Einnahmen der GEMA:   260,8 Millionen Euro waren es in 2012, 257,4 Millionen Euro in 2011. Dagegen gingen die Erträge der GEMA aus der Vervielfältigung von CDs, DVD oder anderen Medien von 126,6 Millionen Euro im Jahr 2011 auf nunmehr noch 117 Millionen Euro in 2012 zurück. Im Onlinebereich rangiert die GEMA schließlich bei Einnahmen von 16,9 Millionen Euro.Von den Einnahmen im Onlinesegment stammen fast 16 Millionen Euro aus dem Verkauf von Downloads, die verbleibende Summe entfällt auf alle anderen Modelle.

Ihren vollständigen Geschäftsbericht will die GEMA voraussichtlich im Juni vorlegen.

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