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Kommentar: Piratenpartei biedert sich Movie2k-Nutzern an

Bruno Kramm

Au ha…! movie2k ist abgeschaltet und so richtig weiß niemand warum. Statt zum gewohnten Angebot von movie2k, wird der gemeine Freund kostenlosen Filmstreamings nun zu den Piraten weitergeleitet. Aber die Piratenpartei kommt in Person von Bruno Kramm ihrem politischen Bildungsauftrag nach und erklärt der Welt warum das mit dem Urheberrecht geentert geändert werden muss. Zufälligerweise passt danach zwischen dem Movie2k-Nutzerverhalten und dem neuen(!) Urheberrechtsverständnis der Piraten kein Blatt mehr. Na vielen Dank auch!

Kramm, der Urheberrechtsbeauftragte der Piratenpartei erzählt uns auf einer Landingpage, welche die Piraten in überraschend kurzer Zeit für diese Gelegenheit erstellt haben, wie er und seine Partei sich das mit der Urheberrechtsreform neuerdings vorstellen. Auf unsere Frage, warum die Partei sich nicht von kommerziellen Raubkopieverbreitern, wie movie2k, distanziert, sondern den kostenlosen Traffic auch noch für Wahlkampfzwecke missbraucht gebraucht, wurde uns wortwörtlich geantwortet:

“Der rigide, ideologisch aufgeladene Rechtsdurchsetzung der Unterhaltungsindustrie [sic!] auf allen Ebenen wird von uns genauso kritisch betrachtet wie die Instrumentalisierung von Urheberrechten für Geschäftsmodelle der Unterhaltungsindustrie.”

Leider kann man darin irgendwie keine Antwort auf unsere Frage finden. Vielmehr wird auf den Vorwurf der Distanzlosigkeit, mit einem Pauschalvorwurf gegen eine “Unterhaltungsindustrie” reagiert. Das ist schade, denn eine brauchbare Antwort der Piraten wäre wohl von großem Interesse für viele Künstler und Kulturschaffende gewesen. So müssen wir also selber “zwischen den Zeilen lesen”.

“Schön, dass Ihr hier seid!”

An dieser Stelle lohnt es sich kritisch zu beleuchten, wie die Piraten mit dem geschenkten Movie2k-Traffic umgehen. Ihrer Landingpage entnehmen wir, dass sich die Partei nicht erklären könne, wieso movie2k nun auf ihre Server verlinkt. Dazu gibt es lediglich eine technische Erklärung seitens der Piraten-IT. Darüber hinaus setzen sich die Piraten in keiner Weise kritisch mit der illegalen Plattform auseinander, sondern handeln nach dem Motto: “Schön, das Ihr hier seid. Das ist zwar nicht das, was Ihr gesucht habt, aber guckt mal das Video weiter unten. Wir erzählen Euch von unserer Politik…” Diese wohl bewusst unkritische Haltung ist demnach augenscheinlich dem Umstand geschuldet, dass movie2k-Nutzer unbestreitbar Zielgruppe bzw. Wählerklientel der Piraten sind. Das ist prinzipiell nichts Neues, natürlich rekrutieren die Piraten ihre Wähler aus dem Filesharingcamp. Das Problem ist nur: Bei Movie2k geht es nicht um Filesharing, es geht nicht ums Empfehlen, Kurieren, ums Teilen von Inhalten unter Freunden und auf einer nichtkommerziellen Basis. Es geht um das schlichte Abgreifen von Filmen und Fernsehserien, für die man sonst Kinoeintritt, DVD-Preis oder Leihgebühr bezahlen müsste. Das Portal erhält im Gegenzug Einnahmen aus Werbung und teilweise sogar aus Abofallen sowie Scam- und Scareware. Genau das, gewerbliche Urheberrechtsverletzungen,  hatten bis dato selbst die Piraten als problematisch gekennzeichnet.

movie2k.to

Vorsicht: Trojanerinfektion durch Werbung! Movie2k war keine empfehlenswerte Plattform!

Die Urheber und Finanziers der Inhalte erhalten dagegen bei Movie2k keinen Pfennig, es wird die Auswertung der Gegenfinanzierung im Kino und im Verleih gestört. Movie 2k ist ein komplett kommerzielles und illegales Portal, in dem es den Betreibern einzig und allein um Einnahmen geht. Man nennt das auch gewerbliche Urheberrechtsverletzung, in diesem Falle in Tateinheit mit der Verbreitung von Malware. Aber das ficht die angeblich so computersachverständigen Piraten nicht an, Ihnen geht es lediglich darum, auf Basis des Traffics Wählerstimmen einzusammeln. Eine kritische Einordnung des Raubkopien- und Virenverbreiters bzw. der Handlungen seiner Nutzer, würde da in der Tat nur stören. Die Botschaft einer differenzierten Betrachtung wäre ja Kritik am Nutzer selbst, und das verbietet sich natürlich. Implizit muss diese Haltung der Piraten deshalb als Toleranz, wenn nicht gar Fürsprache für Portale wie movie2k gewertet werden. Dies lässt sich auch aus dem Statement der Pressestelle der Partei herauslesen.

“Weil Hostingplattformen wie movie2k.to nur ein Bedürfnis der Bevölkerung nach Teilhabe erfüllen, das die Unterhaltungsindustrie bis heute nicht mit kommerziellen Angeboten ausfüllt. Solange Content nicht zeitlich synchron, uneingeschränkt, unabhängig von Plattformen und ohne DRM Massnahmen [sic!] angeboten wird, wird das Katz und Mausspiel zwischen Unterhaltungsindustrie und Filehostern weitergehen. Kultur muss zirkulieren und wird von Konsumenten auch honoriert. Die Umsatzsteigerungen im digitalen Musiksegment belegen das genauso wie die Umsätze an den Boxoffices.”

Das wiederum stimmt weder mit den Inhalten der Landingpage, noch mit dem bisherigen Programm der Partei überein. Schließlich hat Oberpirat Christopher Lauer noch im Feuilleton der FAZ verlauten lassen, wie “mit Internetangeboten wie Megaupload und kino.to umgegangen werden soll”, sei “auch bei Piraten klar: abschalten!”

Doch zu einem Zeitpunkt zu dem sich die Piraten in den Umfragwerten langsam aber sicher der Insignifikanzhürde von 2% nähern, scheint diese “Klarheit” Mangelware zu werden. Zu verlockend scheint die Aussicht auf billigen Wählerfang aus Reihen der Movie-2k-Surfer, als dass die bisherigen Aussagen aufrechterhalten werden müssten. Plötzlich ist das Portal Movie2k, gegen das bereits die Staatsanwaltschaft Dresden wegen gewerblicher Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung ermittelt, ein Hilfsmittel um “Kultur” zirkulieren zu lassen. Klar die Kultur muss fließen. Dann muss eben einen Großteil der mühsam zusammengesammelten Urheberrechtspositionen auf dem Altar der Demagogie geopfert werden.

Die Anbiederung der Piraten an die Kunden des Portals verdient nur ein Attribut: “traurig”. Und dies ist letztendlich ein Schlag ins Gesicht sowohl der Urheber als auch der ausübenden Künstler, und ihrer Partner aus Verlagen, Labels, Vertrieben, Manegement, etc.

Künstlerfreundliche Piraten?

Christopher Lauer

Christopher Lauer: “Megaupload und Kino.to abschalten.”
Foto: Lisavan CC-BY-SA

Das man sich genau diesen Künstlern dann noch in Form von Bruno Kramm als Interessenvertreter der Kreativen geriert, ist besonders angesichts dieses Schulterschlusses mit dem kriminellen Portal ebenso falsch wie durchsichtig. Die Anstrengungen der Piraten, sich mit solchen plakativen Phrasen, wie “Mehr Recht für alle Urheber”, an die Kreativen in Deutschland anzubiedern, werden so zum Bumerang. Gerade weil die Piraten eine unnötige Teilenteignung der Künstler als Stärkung der Rechte verkaufen, haben sie spätestens jetzt auch in ihrem Kernthema, dem Urheberrecht, jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Dementsprechend vernichtend fallen auch die bisherigen Kommentare professioneller Musiker und Buchautoren zum Landingpage Stunt aus (hier der Neueste):

“Der deutsche Berufsverband CC Composers Club e.V. teilt in keiner Weise die Ansichten der Piratenpartei. Des weiteren bezweifelt der CC stark, dass Urheber oder Berufsmusiker, deren Kunst ihre Existenzgrundlage bildet, die Ansichten und Bestrebungen der Piratenpartei unterstützen.” (John Groves, Vorsitzender Composers Club)

Urheberrecht: Cui bono?

Eine weitere kritische Verzerrung Kramms und der Piraten ist es auch, das Urheberrecht als verlängerten Arm der Interessen einer “Unterhaltungsindustrie” darzustellen, denn es wird eine komplexe Situation vereinfacht und bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Urheber, ausführende Künstler und die sogenannten Verwerter, sind in der Regel Partner im Rahmen einer Zusammenarbeit, und keine Gegner. Klar dass es dort auch zu Interessenkonflikten kommt, über Bezahlung, Promotionleistungen, Abrechnungsfehler oder strategische Entscheidungen im Laufe einer Künstlerkarriere. Urheber und Verwerter verhalten sich zueinander eher wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber, oder Vermieter und Mieter. Auch wenn sie häufig an unterschiedlichen Seiten des Tisches sitzen, so überwiegen zum Schluss doch gemeinsame Interessen. Im Rahmen dieses Disputes nun zu tun, als wenn Urheber “die Guten” und Verwerter “die Bösen” seien, hilft der Debatte kein Stück weiter. Die Arbeitswirklichkeit der Branche wird zu einer Scheinwelt verklärt, welche mit professioneller Kreativwirtschaft nichts mehr zu tun hat. Beide Parteien haben ein großes Problem damit, wenn ihre Arbeit, ihre Investitionen in Musik, Filme, Spiele, Bücher in Form von Zeit, Geld und Talent in letzter Konsequenz vom Nutzer nicht mehr bezahlt werden.

Wie kann man dies gewährleisten, fragen wir uns, schließlich wollen Piraten “Mehr Recht für alle Urheber” und für Nutzungen zahlen wollen sie auch. Warum also, muss dann noch Filesharing in Zeiten von watchever, Simfy oder Spotify legalisiert werden? Glaubt wirklich jemand, dass sich Irgendwer nach dem Genuss von Filmen auf Movie2k, eine Woche später für dieselben Filme ins Kino geht? Hat der Nutzer den Film gesehen, braucht er ihn nicht mehr zu kaufen. Wer ernsthaft behauptet, man müsse ein Buch in seiner Gänze lesen, um entscheiden zu können, ob es einen Kauf wert sei, der verschweigt bewusst, dass es kaum ein Buch gibt (wissenschaftliche Literatur mal ausgenommen), das mehrfach gelesen wird. Und wie hilft die angeblich gesteigerte Möglichkeit durch Filesharing Konzerte im Ausland zu geben, den Komponisten, den Studio Engineers, dem Label, oder dem Musikverlag? Alle diese Parteien verdienen weder an Konzerteinnahmen noch am Merchandising, das tun lediglich die aufführenden Künstler, die aber lange noch nicht Komponisten oder Textdichter oder Studiomusiker sein müssen. Hier zeigt sich auch das schiere Unwissen, der Piraten darüber, dass der sog. “self contained Artist”, der Künstler, der von der Songidee über die Labelarbeit bis zum zusammenschweißen von Bühnenaufbauten alles selbst erledigt, die absolute Ausnahme darstellt. Kramm schließt was dies betrifft schlicht von sich auf andere. Damit verkennt er aber, dass er selbst die krasse Ausnahme in einer ansonsten arbeitsteiligen und partnerschaftlichen Kreativwirtschaft darstellt.

Wer hat hier das Netz nicht verstanden?

“Doch wenn Weltkonzerne dann die Kontrolle des Datenverkehrs im Netz mit tiefen Einschnitten in die Privatsphäre fordern, geht es um das eigene Vermarktungsmonopol auf physische Kulturträger und es geht um ihre hohe und selbstbestimmte Beteiligung an den Verkäufen von denen der Künstler am allerwenigsten verdient. Es geht um die mangelnde Flexibilität neue Angebote zu schaffen.”

Vor allem muss man sich fragen, warum gerade die angeblich so netzaffinen Piraten die nun auch nicht mehr ganz so neuen legalen Flatratemodelle ausblenden, und tun als könne man sich nicht auf Spotify, Simfy, iTunes oder TapeTV bereits legal einen exzellenten Überblick über ein Musikprodukt verschaffen. Hier werden Künstler für die Nutzung wenigstens ansatzweise bezahlt. Bei illegalen Portalen gehen sie hingegen komplett leer aus. Warum muss man also in dieser Situation noch Filesharing oder gar kommerzielle Urheberrechtsverletzungen wie Movie2k legalisieren, wenn die legalen Modelle schon längst verfügbar sind, bzw. gerade überzeugend anlaufen (lLvefilm, Watchever)? Und letztendlich bleibt wieder die Frage, wie der verordnete Verzicht auf Rechtsdurchsetzung gegen Filesharing, zu “mehr Rechten für alle Urheber” führen sollte. Es ist eine schlichte Enteignung, die als das Gegenteil kaschiert wird. Wir fragten deshalb, ob movie2k als ein Angebot zu sehen, welches von der Piratenpartei legalisiert werden soll.

“Die reine Verlinkung von Inhalten stellt für uns kein Problem da [sic!] und sollte auch nicht durch Störerhaftung bestraft werden können. Das Programm der Piratenpartei bezieht klar Stellung zu den Begriffen Infrastruktur, Privatsphäre und das Recht von Urhebern.”

Auch hier zeigt die Partei des Freundes extravaganter Bartmode eine für Urheberrechtsexperten erstaunliche Unkenntnis über Plattformen wie Movie2k.to: Die Plattform selbst dient nur zur Verlinkung illegaler Filme, die Files liegen bei dritten Portalen, in der Regel auf Anonymität garantierenden Sharehosterplattformen wie Uploaded.to. Aber Movie2k ist vor allem deswegen illegal, weil die Uploads selbst wiederum von Mittelsmännern der Seite kommen, wie der Fall Kino.to anschaulich gezeigt hat. Hier werden also nicht nur Links gesammelt, sondern auch gleichzeitig die Inhalte beschafft. Nur die “Lagerung” der illegalen Inhalte findet auf einer dritten Plattform statt. Deswegen kann der Betrieb von Plattformen wie Movie2k nicht legal sein, nur weil man die Inhalte auf einer zweiten Plattform lagert. Die Struktur in ihrer Gesamtheit ist also illegal. Und natürlich ist diese Art der Nutzung weder privat noch nichtkommerziell, sie ist das strikte Gegenteil davon.

Die Piraten zeigen eine für ihre angebliche Kernkompetenz erschreckende Sachunkenntnis – wenn man denn ihre neuesten Anwandlungen zum Urheberrecht überhaupt noch ernst nehmen will. Dass es im Prinzip nur noch darum geht, verzweifelt Movie2k-Nutzer irgendwie als Wähler einzufangen, ist leider all zu klar. Die in mühsamer Kleinarbeit erarbeiteten Sprechregelungen und Pseudokompromisse bei Urheberrechtspositionen, das simulierte Zugehen auf Kreative für den Wahlkampf sind damit wohl demaskiert – als schlichte Augenwischerei.

Wir erinnern uns: Die Piraten waren mal angetreten, eine politische Alternative zu den etablierten Parteien zu bieten. Binnen weniger Jahre Realpolitik haben sie nicht nur ihre Vorstandsmitglieder, ihre Transparenz, und ihre basisdemokratische Entscheidungsfindung geopfert, als trauriger Höhepunkt kommt nun ihr letzter Trumpf auf den Opferstein: Die eigene Glaubwürdigkeit.

tl;dr
Die angebliche Künstlerfreundlichkeit der Piraten wird auf der Landingpage zur Umleitung von movie2k auf die Server der Piratenpartei endgültig demaskiert. Die Piraten zeigen nun ihr wahres Gesicht: neoliberale Industriepolitik im digitalen Raum, ohne Rücksicht auf Urheber und ihre Partner.

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18 Comments »

  • asdf sagt:

    ahhja alles klar “wecab”
    Ihr seid FDP? OK!

    • Lukas sagt:

      Nein! Trotz meiner grünen Parteizugehörigkeit, habe ich Parteipolitik ausgeklammert…

      • asdf sagt:

        ahh hätt ich als zweites vermutet… immer dieses gegeneinander anstatt miteinander… Macht doch was ihr wollt. Es sind ja schließlich bald Wahlen!

        • Lukas sagt:

          Bei dieser Geschichte gibt es aber wenig Anlass für ein Miteinander… Immerhin wollen die Piraten, wie oben ausgeführt, tatsächlich KEINE Rechte für Künstler mehr hochhalten.

          • asdf sagt:

            Ich glaub kaum, dass das alle Piraten so wollen. Und wenn, ich fänds gut. Ich halte Urheberrechte (was sowieso meist nur auf Kopien anderer basiert) sowieso nicht für schützenswert. Ich begrüße jegliche Bemühungen, diese komplett abzuschaffen(gibt da ja viele Gründe, Zensur durch Urheberrechte usw…). Und nein, ich bin kein Downloader, dafür bin ich zu alt. Ich kann mir mein Entertainment leisten, im Gegensatz zu den ganzen abgemahnten Kindern

          • grrmmm sagt:

            asdf: können wir dann bitte auch konsequent sein und alle Rechte abschaffen, die einen Besitz sichern?

            Ich würde dann übrigens mal vorbeikommen udn bei Dir wohnen, das Auto kannst mir dann auch mal leihen, wenn Du es nicht brauchst. Es entsteht Dir dabei ja kein Schaden, Du hast Wohung und Auto dann noch….

  • asdf sagt:

    ach ja: weil alles im Leben/Natur auf Kopien basiert…

  • asdf sagt:

    Wenn man so drüber nachdenkt, total peinlich für die “Natur”Grünen, aber soweit denkt ja eh keiner

    • Lukas sagt:

      Entschuldige, aber das ist jetzt doch ein bisschen lächerlich. Zum einen ist diese “standing on the shoulders of giants”-These nicht mehr als ein Gedankenspiel ohne Konsequenz für die kreativwirtschaftliche Realität und ähnlich umstritten, wie der Poststrukturalismus selbst. Zum anderen zeigst, Du damit, dass Du ähnlich weit draußen bist wie Bruno (fast erschreckend ähnlich) und man die DIskussion eigentlich viel grundsätzlich führen müsste, als es sachbezogen auf obigen Post möglich wäre.

      • asdf sagt:

        grundsätzlich, sachbezogen und vor allem konsequent wäre schön, da gehen mir die Piraten nicht weit genug ;) Und ich bin nicht Bruno, falls du das jetzt vermutest…
        “Kreativwirtschaftliche Realität” Wenn die Kreativwirtschaft den Fortschritt hemmt, bin ich absolut dagegen… es gibt so viele Gründe…
        sorry für die Gedankensprünge…

        ja urheberrecht scheint ne glaubensfrage zu sein… was wäre wenn….

  • “ach ja: weil alles im Leben/Natur auf Kopien basiert…”

    @asdf: Also das ist ziemlicher Dünnfug, wenn ich das mal so sagen darf: Arbeit, Individualität, Kultur, Markt, Güter, etc. das basiert alles auf “Exklusivität”, also eben darauf nicht alles auf seine Kopie bzw. seine Kopierbarkeit zu reduzieren….

    Wenn wir nur Kopien voneinander wären, hätte unsere Existenz wenig Sinn. Und ebenso ist es mit Kultur und Leistung: Diese für wertlos zu erklären, weil sie einen gemeinsamen Anteil haben, ist schwachfug…

    Arbeit: “Du hast genau dasselbe gearbeitet wie gestern. Dafür bezahle ich Dich nicht nochmal…”. Ist ja nur eine Kopie von gestern…

    Gruß,

    SH

    • asdf sagt:

      “Wenn wir nur Kopien voneinander wären, hätte unsere Existenz wenig Sinn”
      Ich greif das spaßeshalber mal raus ;)

      Ja… 1-zu-1-Kopien wären natürlich schlecht, ohne jede Verbesserung (zuzulassen), und die unangepassten sterben dann natürlich aus (manchmal setzen sich natürlich auch schlechte Kopien durch). Aber man muss halt echt viel kopieren (und davon lernen), damit was besseres draus entstehen kann :)

      Fortschritt, Evolution, Kultur… ist doch alles das selbe :-P

      “Arbeit: “Du hast genau dasselbe gearbeitet wie gestern. Dafür bezahle ich Dich nicht nochmal…”. Ist ja nur eine Kopie von gestern…”

      auf was jetzt bezogen? wenns im text steht, sorry, nicht gelesen, ich mache grad grundsatzdebatte hehe (auch wenn ich weiß, dass es hier und überall alles unrelevant ist)

      Güter, die man künstlich verknappen kann (und wird hrrhrr)?

      • asdf sagt:

        ausserdem… was rede ich überhaupt noch mit dir…

        “Die Piraten zeigen nun ihr wahres Gesicht: neoliberale Industriepolitik im digitalen Raum, ohne Rücksicht auf Urheber und ihre Partner.”

        Ich weiß, dass das totaler blödsinn ist. Und du solltest das eigentlich auch wissen…

        grün gegen orange, mehr ist dieser artikel nicht!

        • asdf sagt:

          ich meine damit natürlich den autoren

          • Hey, ADSF,

            also erst schreibst du Ihm eine FDP-Gesinnung zu, dann eben eine Grüne was ziemlich diametral entgegensetzt vom politischen Spektrum liegt, nur nebenbei bemerkt.

            Mit den (berechtigten) Argumenten in dem Text willst Du dich aber nicht ansatzweise auseinandersetzen, vielmehr liegt es dir vielleicht nur daran, ihn in irgendeine Schublade zu packen, DAMIT du dich nicht mit ihm auseinandersetzen musst? So wirkt das hier, irgendwie.

            Gruß,

            Stefan

  • Außerdem: Sehr schade, dass die Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Text bei dir gegen Null tendiert…

    Gruß,

    Stefan

  • Esther Mai sagt:

    Ich habe gerade diesen Link http://youtu.be/BVkrKicnMDI beim Musikpartisanen gefunden – er hat Bruno Kramms Video mit sehr interessanten Untertiteln versehen. Viel Spaß beim Abschauen!

  • Der ProblemBär sagt:

    die Piraten verbreiten aktuell:
    “Teilen ist das neue haben”
    sagen aber auch
    “meine Daten gehören mir”
    das unterstreicht die Unglaubwürdigkeit der Piraten.

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