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Berlin Music Week und VUT Indie Days bieten spannendes Konferenzprogramm

Die Berlin Music Week und der VUT wollen es dieses Jahr wissen. Sie veranstalten gemeinsam am 5. und 6. September die Branchenkonferenz WORD! Am Freitag, 6. September, werden zudem die VUT-Indie-Awards verliehen. 

DruckDie Programmplanung der Berlin Music Week wirkte in den letzten Jahren häufig wie ein unentschlossenes Kraut- und Rüben-Konzept. Doch dieses Jahr wollen es die Berliner wissen. Und kleckern nicht, sondern klotzen: Nicht nur neue und spannende musikalische Acts des Parallel stattfindenden hochkarätigen Festivals und der Showcaseserie “First We Take Berlin” wurden Woche für Woche im Internet angekündigt, sondern auch eine ganze Reihe interessanter Panels, die im Rahmen von „Word!“, der parallel stattfindenden Branchen-Konferenz, am Donnerstag, 5. September und Freitag, 6. September im Postbahnhof stattfinden werden. Eine wichtige Säule der Word-Konferenz sind in diesem Jahr auch die VUT-Indie-Days, die zum ersten Mal mit der Berlin Music Week fusionieren.

Die Kernthemen der Konferenz lauten in diesem Jahr „Digital“ und „Recorded Music“ – die meisten Panels werden sich thematisch in diesem Rahmen bewegen. An zwei Tagen werden sich im Berliner Postbahnhof Experten aus der Musikbranche, der Start-Up-Szene, aus dem Bereich neue Technologien und Social Media über die Zukunft von Musik austauschen – von der Wahrung und dem Schutz herkömmlicher Werte wie Copyright und Urheberrecht bis hin zu digitalem Marketing und Onlineverwertungsketten. Mit den Partnern all2gethernow, Melt! Booking, newthinking und dem VUT wird ein themen- und praxisorientierter Diskurs aufgenommen, der – hoffentlich – neue Perspektiven eröffnet.

Der ehemalige Bassist der "Einstürzenden Neubauten", Mark Chung, äußerste sich in einem Brief kritisch über die Lehrinhalte der Popakademie.

Der ehemalige Bassist der “Einstürzenden Neubauten”, Mark Chung, wird ebenfalls bei der Berlin Music Week dabei sein.

Eine wesentliche Säule von WORD! ist der Kongressteil der VUT Indie Days, veranstaltet vom Verband unabhängiger Musikunternehmen. In enger Abstimmung und Verzahnung mit dem übrigen Kongressprogramm wird hier dezidiert die Perspektive kleiner und mittlerer Musikunternehmen eingenommen. Für drei Tage wird der Postbahnhof also auch zum Epizentrum der deutschen und internationalen Independent-Szene. Der Mittwoch, 4. September, gehört dem VUT als Verein – unter dem Titel ‚Parliament‘ werden die Vollversammlung und die Fachgruppentreffen abgehalten.

‚Panel‘ lautet der Leitbegriff für den Kongressteil am Donnerstag, 5. September. Das Programm aus Workshops und Diskussionsveranstaltungen bietet Raum für verschiedene Themenschwerpunkte und Formate: Workshops mit unmittelbaren Bezug zur Unternehmenspraxis wird es ebenso geben wie Inputs zu übergeordneten Themen und überraschende Blicke über den eigene Tellerrand. Hochkarätige Speaker aus der internationalen Indie-Szene werden die globale Perspektive vorstellen.
‚Products‘ bildet den dritten Teil der VUT Indie Days: Am Donnerstag und Freitag laden großzügige Flächen, Präsentationsinseln und Co-Working-Spaces zur Zusammenarbeit, Austausch und Vernetzung ein. Direkte Ansprechpartner aus allen relevanten Brancheninstitutionen werden vor Ort sein. Kuratierte Matching-Sessions mit nationalen und internationalen Branchengrößen werden für den Freitag angeboten.

So sehen die Trophäen aus, auf die sich die Künstler bei den Indie Awards im Rahmen der Berlin Music Week freuen können. Foto: ett la benn

So sehen die Trophäen aus, auf die sich die Künstler bei den Indie Awards im Rahmen der Berlin Music Week freuen können. Foto: ett la benn

VUT Indie Days 2013 werden mit einer Weltpremiere enden: Bei der Abschlussparty am Freitag, 6. September, wird DER deutsche Indiepreis verliehen. In sechs Kategorien werden Indies mit VIA! Den VUT Indie Awards ausgezeichnet. Einziges Kriterium im Auswahlverfahren sind weder Chartserfolge, noch Kritikerpreise, sondern schlicht die subjektiv empfundene “Großartigkeit” von Künstler bzw. deren Musik.

Hier eine kleine Auswahl der Panels von Word! Und den VUT-Indie-Days. Zum kompletten Kongress-Programm geht es hier entlang.

Der Große Graben gehört da nicht hin / Metadiskurs mit der Netzgemeinde, die es nicht gibt
Es herrscht eine allgemeine Sprachlosigkeit zwischen Urhebern und deren Partnern auf der einen und einer großen Anzahl von „Netzaktivisten“ auf der anderen Seite. Die Fronten sind verhärtet, Diskurs wird oftmals durch Diffamierung ersetzt. In erbitterten Streitereien scheint das Gemeinsame, das Verbindende verloren gegangen. Gemeinsam soll danach gesucht und ein Schritt über die trennende Kluft gewagt werden. Ihre Teilnahme für das Panel am Donnerstag, 5. September, im Rahmen der VUT Indie Days haben zugesagt:
Nico Lumma (Internetpionier, D64, nugg.ad), Enno Lenze (Verlagsleiter und Pirat), Nina George (Bestsellerautorin), Sascha Kösch (De:Bug), Oke Göttlich (finetunes). Moderiert wird das Panel von Johnny Haeusler (Spreeblick)

Johannes Theurer wird das Panel "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom moderieren".

Johannes Theurer wird das Panel “Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom moderieren”.

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom / Impulse von ganz weit draußen
Die Musikbranche befindet sich in einer tiefgreifenden Disruption. Das erleben besonders die Indies jeden Tag. Doch, wie sieht die Sache von außen aus? Gemeinsam mit diversen Panelisten sollen Impulse von außen eingefangen und ganz gezielt danach gefragt werden, was von Menschen gelernt werden kann, die außerhalb der Mussikbranche ungewöhnliche Wege beschreiten und damit Erfolg haben. Menschen, die nicht jedem Trend hinterherrennen, die nachhaltig handeln. Im Rahmen der VUT Indie Days sprechen am Donnerstag, 5. September folgende Panelisten:
Ulrich Kasparick (Staatssekretär a. D., Gemeindepastor in Hetzdorf/Uckermark), Sina Trinkwalder (Manomama GmbH), Dr. Ursula Hudson (Slow Food Deutschland), Klaus Gropper (Music and Tech Consultant), Thorsten Schoppe (Schoppebräu). Moderiert wird das Panel von Johannes Theurer (rbb).

Managementverträge für Künstler – legale Dos and Don’ts
Managementverträge für Künstler sind immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen und Gerichtsentscheidungen. Während des Donnerstag-Workshops werden die typischen Vertragsinhalte von Managementverträgen erläutert. Es werden insbesondere die rechtlichen Probleme aufgezeigt, die sich zum Beispiel aus den Klauseln zu Manager-Pflichten, Vertragsdauer, Vergütung und Abfindung, oder Exklusivität ergeben können. Erarbeitet werden soll, welche Regelungen Künstlermanagementverträge enthalten sollten und welche nicht. Dr. Hans-Jürgen Homann, der den Workshop leiten wird, ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht in Berlin. Seine Kanzlei ist seit 15 Jahren im Musikrecht tätig. Hans-Jürgen Homann berät MusikerInnen, KünstlerInnen, ProduzentInnen, ManagerInnen, Verlage und sonstige Unternehmen der Musikbranche in allen Bereichen des Musikgeschäfts. Homann ist zudem Autor der Fachbücher „Praxishandbuch Musikrecht“ sowie „Der Künstlermanagementvertrag“.

Pop im Kiez – ein Auslaufmodell

Clubs sind kultureller, touristischer und wirtschaftlicher Impulsgeber einer modernen Großstadt, USP und Marketingfaktor und sollten als solche unterstützt werden. Zu Lasten der gesamten Musikwirtschaft existiert für die Spielstätten und Kulturbühnen in Berlin eine Situation mit unzureichender Zukunftsperspektive. Bestimmte Verwertungsabsichten der Immobilienwirtschaft, Standortunsicherheit durch Zwischennutzungsverträge, Lärmbeschwerden durch Anwohner, Umwandlung von Mischgebieten zu Wohngebieten und ähnliches sind einige Faktoren, die das vielfältige Kulturcluster gefährden. Wenn innovative Clubs schließen müssen, brechen Ankermieter für die Kreativbranche des Kiezes, Auftritts- und Verwertungsorte für Musik und Reiseanlässe für internationale Touristen weg. Darüber diskutieren in dem von der Clubcommission Berlin organisiertem Panel am Donnerstag, 5. September: Katja Lucker (Musicboard, Musikbeauftragte des Landes Berlin), Lutz Leichsenring (Vorstand Clubcommission Berlin), Christophe Knoch (Kurator, Produzent und einer der künstlerischen Leiter des Mica Moca project berlin e.V)

Diversity mit Florian Sievers und Dr. Joyce Nyairo

Dr. Joyce Nyairo, Ex-Vorstand der Ford Foundation, Kenia, und einer der berühmtesten Kulturwissenschaftler Ostafrikas, spricht über das Thema Diversity und über ihre Forschung.

Dr. Joyce Nyairo, Ex-Vorstand der Ford Foundation, Kenia, und einer der berühmtesten Kulturwissenschaftler Ostafrikas, spricht über das Thema Diversity und über ihre Forschung.

Unter der thematischen Strecke Diversity versammeln sich Perspektiven, die oftmals auf Veranstaltungen der Musikindustrie weniger im Fokus stehen, jedoch für ein Weiterdenken der Musikwirtschaft und Musikkultur interessant und relevant sind. Es werden dabei unter anderem Entwicklungen der Musikwirtschaft in verschiedenen Ländern präsentiert, die in der deutschsprachigen Branche bislang überwiegend am Rande diskutiert werden. Zu Diversity wird es im Rahmen der WORD! Conference am Freitag, 6. September, im Berliner Postbahnhof sieben Panels geben. In dem Panel ‘Piraten als Promoter und Zusammenbrüche in Zeiten nach der Unabhängig – Die Musikindustrie in Afrikanischen Ländern’ beispielsweise spricht Journalist Florian Sievers mit Dr. Joyce Nyairo, Ex-Vorstand der Ford Foundation, Kenia, und einer der berühmtesten Kulturwissenschaftler Ostafrikas, über das Thema selbst und über ihre Forschung.

P.s.: Natürlich gibt es auf der Berlin Music Week noch eine Menge mehr zu entdecken, wie beispielsweise das Newcomer-Festival “First We Take Berlin” und das “Berlin Festival”.

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