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Indies fragen, Politiker antworten – Part IV

Politik und öffentlich-rechtlicher Rundfunk
VUT-Wahlprüfsteine – Fragerunde vier

bundestagswahlMit seiner vierten Frage an die Parteien Schnitt der VUT ein Thema an, das für die Indies schon vor dem Digitalzeitalter von großer Bedeutung war:

„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird zu einem wesentlichen Teil durch Gebühren finanziert. Diesem Privileg gegenüber Privatsendern steht ein Kultur- und Bildungsauftrag gegenüber. Sind Sie der Auffassung, dass neue Musik, die Produktionen inländischer Musikunternehmen und die Vielfalt aller produzierter Musik angemessen in den Programmen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten repräsentiert sind? Falls nein: Welche Möglichkeiten sehen Sie, hier Abhilfe zu schaffen?“

cdu_csu_logo_500Zustimmung findet der Wunsch nach mehr Vielfalt im Radioprogramm bei den im Bundestag vertretenen Parteien. „Eine Förderung nationaler Künstler und inländischer Musikproduktionen ist wünschenswert und entspricht absolut dem Kultur- und Bildungsauftrag des öffentlichen Rundfunks in Deutschland. Auf Deutsch gesungene oder in Deutschland produzierte Musik sollte daher ausreichend im Programm platziert werden“ heißt es dazu bei CDU/CSU.

 

imagesDie SPD verweist unter anderem auf einen Antrag aus der 15. Wahlperiode und den Appell „Für mehr Musik aus Deutschland im Rundfunk“ der deutschen Musikautorenverbände, der offenbar ihre Zustimmung findet. Abschließend kündigt sie an: „Wir wollen die Diskussion über mehr Musik von in Deutschland produzierter Musik befördern, auch um der Vielfalt und der Qualität unserer reichhaltigen und vielfältigen Musikkultur in Deutschland Ausdruck zu verleihen.“

602px-logo_buendnis_90_die_gruenen_gruen.svgZustimmung, verbunden mit dem präventiven Vermeiden des Verdachts der Deutschtümelei, auch von Bündnis 90/Die Grünen: „Wir engagieren uns dafür, dass im Inland produzierte Inhalte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärker vertreten sind – aber wir wollen diese Unterstützung nicht von der gewählten Sprache der Musik abhängig machen.“

FDP-LogoAuch die Antwort der FDP kann zumindest als prinzipielle Zustimmung verstanden werden: „Die öffentlich-rechtliche Finanzierung befreit die Sendeanstalten von einer werberelevanten Quote und ermöglicht, die ganze kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt abzubilden. Hier müssen sich alle Kulturschaffenden und damit ausdrücklich auch Musikschaffende aller Genres wiederfinden.“

linke_logoDie Linke fordert einen „öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in dem die Kreativen mehr und die Verwaltungen weniger zu sagen haben.“

173px-Logo_Piratenpartei.svgEinen deutlichen Kontrapunkt setzt einmal mehr die Piratenpartei: „Die Piraten fordern eine deutliche Verringerung des staatlichen Einflusses auf das Programm der öffentlich-rechtlichen Sender. Somit würde auch die Möglichkeit der Schaffung einer Sendequote für deutsche Musikproduktionen genommen werden.“

 

Hier findet ihr die erste, zweite und dritte Frage der Wahlprüfsteine.

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