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Rund 40.000 Besucher bei der Berlin Music Week

1184828_10151944748047577_132093980_n„Ich könnte mich dreiteilen“ ist wohl ein Satz, der in den vergangenen Tagen in Berlin nicht selten zu hören war. Berlin feiert die Music Week – die ein gigantisches Programm zu bieten hat. Über 100 Veranstaltungen gab es allein bei der Word!-Konferenz im Postbahnhof, 200 Speaker und Panelisten sorgten für meistens spannende Inhalte zu den Oberthemen “Technologie und Musik” sowie “Recorded Music”. 2500 Teilnehmer aus 30 Ländern zählte die Veranstaltung.

Berlin Musikweek LogoDazu kommt dann noch das Musikprogramm: Das Showcase-Festival First We Take Berlin mit über 80 Acts und rund 5000 Besuchern und das Berlin Festival mit rund 20.000 Gästen. Und natürlich die ganzen spannenden Konzerte, die rund um den Branchentreff stattfanden. Und weil das noch immer nicht genug ist, jagte eine Award-Show die Nächste. Und von privaten Einladungen zu Firmen-BBQ’s und Brunchs, Showcases und so weiter – davon wollen wir jetzt erst gar nicht sprechen.

Insgesamt rund 40.000 Besucher haben die Music Week von Mittwoch bis Sonntag besucht – und diese lassen schätzungsweise 13,2 Millionen Euro in der Haupstadt. Das ist dem Berliner Senat 700.000 Euro an Zuschüssen wert, die an die Parteien der Music Week im Vorfeld verteilt wurden. 700.000 Euro brutto – davon gehen noch einmal 19 Prozent Steuern ab. “Die 700.000 Euro für die Berlin Music Week sind gut investiert”, erklärt Cornelia Yzer, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung.

Die Berlin Music Week wächst und wächst – und das steht ihr verdammt gut zu Gesicht. Zum ersten Mal ist auch der VUT mit an Bord, der Verband Unabhängiger Musikunternehmen und sorgt mit seinen Indie-Days sowohl für Impulse auf der Word!-Konferenz, als auch für gute Unterhaltung, wie beispielsweise bei den Indie-Awards.

Projektleiter Björn Döring vom Veranstalter Kulturprojekte Berlin zeigt sich sichtlich zufrieden: ‚Mit dieser vierten Ausgabe ist die Berlin Music Week endgültig angekommen: in Berlin, in der Musikbranche sowie bei Musikliebhabern. Wir freuen uns neben den positiven Zahlen vor allem darüber, dass es uns gelungen ist, authentische, zeitgemäße Formate zu entwickeln, die mit Interesse und Aufmerksamkeit verfolgt werden und die ganz offensichtlich den Bedürfnissen der professionellen wie privaten Musikfans gerecht werden. Mit den WORD!-Veranstaltungen im Postbahnhof und mit den vielen SOUND!-Events in den Clubs und Outdoor-Locations der Stadt haben wir ein ebenso anspruchsvolles wie abwechslungsreiches Programm erlebt. Die Öffnung hin zu einem jungen Publikum ist sowohl im Business-Bereich wie auch bei den Konzerten und Parties gelungen und mit den Themen Technologie, Startups, neue Business-Modelle hat die Berlin Music Week ihren eigenen Anspruch erfolgreich eingelöst: in Berlin kann man die Zukunft der Musik schon jetzt erleben. Wir bedanken uns bei allen Förderern, Sponsoren und Partnern, mit denen wir schon jetzt in die Planungen für das Jahr 2014 gehen.’

Eine internationale Delegation schaute sich auf der BMW13 um

Das Musicboard Berlin empfängt zur Berlin Music Week eine internationale Delegation, bestehend aus 25 Festivalmachern, Journalisten und internationalen Popkulturförderern und will damit für Berliner Popkultur werben. “Die internationale Musikbranche hat das Berliner Potenzial mit den vielen Künstlern und Labels längst erkannt”, erklärt Melanie Bähr, Geschäftsführerin der Gesellschaft Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie. “Als wichtiger Ideentreiber und als Dialogplattform der Szene hat sich die – inzwischen vierte – Berlin Music Week etabliert.”

Die neue Location im Postbahnhof bietet auch neue Möglichkeiten für die Music Week – so können sich junge Start-Ups der Branche vorstellen und für ihre Ideen werben. Die Etablierten treffen auf die Kleinen – Business steht oft im Vordergrund. Bands wollen Deals einfangen, Unternehmen genauso. Eigenwerbung ist wichtig – wer nach einem Tag keine Visitenkarten mehr hat, der steht ziemlich doof da.

Shuttle-Busse sorgten dafür, dass alle Gäste von "First We Take Berlin"sicher ans Ziel kamen.

Shuttle-Busse sorgten dafür, dass alle Gäste von “First We Take Berlin”sicher ans Ziel kamen.

Die Bands, die gerne in Deutschland durchstarten wollen oder nach einem Label suchen, haben eine neue Plattform bekommen: sie spielen bei “First We Take Berlin” vor Promotern und Konzertveranstaltern. So bekommt das Fachpublikum nicht nur einen Eindruck, wie gut die Band ist – sondern auch, ob sie den Geschmack des Publikums trifft. Ob dieser dann auch dem gesamtdeutschen Geschmack entspricht – das wage ich zu bezweifeln – schließlich ist die Berlin Music Week ein internationaler Branchentreff und die Verkehrssprache zum größten Teil Englisch.

Doch werden auch kritische Stimmen laut: das Programm sei zu unüberschaubar, die Informationspolitik nicht gut und die Organisation insgesamt zu chaotisch. Berliner Clubbetreiber gehen sogar noch weiter und weigern sich bei der Berlin Music Week mitzumischen. Kommerzspektakel und “Disneyland” nennt Watergate-Chef Steffen Hack die Musikwoche, die eigentlich Majors und Indies näher zusammenbringen soll. Aber auch andere gute, alternative Clubs, etwa das About Blank, das Sisyphos und natürlich das Berghain machen alle nicht mit bei der Music Week.

Mit dabei auf der Berlin Music Week war jedoch Andrew Apanov von Stand above the noise. Hier sein erster Eindruck:

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