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Verleihung der Goldenen Indie-Axt: Keine Kompromisse – schon gar nicht in der Kunst!

Nikel Pallat, der Schlagzeuger von Ton Steine Scherben, und Gregor Samsa bei der Verleihung der Goldenen Indie-Axt 2012 in Berlin

Nikel Pallat, der Schlagzeuger von Ton Steine Scherben, und Gregor Samsa bei der Verleihung der Goldenen Indie-Axt 2012 in Berlin.

Kompromisse in der Kunst – die gibt es für Gregor Samsa nicht. Denn unsere innersten Gedanken, die ja schließlich durch die Kunst ausgedrückt werden, sind ja ebenso kompromisslos. Der Inhaber des Hamburger Labels Sounds of Subterrania, ist Überzeugungstäter. Er möchte die Menschen von guter Musik, die kompromisslos in ihrem Entstehungsprozess ist, überzeugen. Und genau für dieses Engagement wurde er nun vom Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) in Berlin geehrt. Mit der goldenen Indie-Axt, die in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen wurde.

Der VUT begründete die Entscheidung für Samsa mit seinem langjährigen und ausdauernden Engagement mit seinem Label Sounds of Subterrania. “Nur durch Menschen wie ihn ist es möglich, dass auch Nischenmusik als Kunst das Licht der Öffentlichkeit erblickt und wahrgenommen wird.

Die Künstler, die bei Samsa veröffentlichen, machen keine Kompromisse. Die Musik dient nicht in erster Linie dazu, Geld einzuspielen. „Musik war und ist und sollte immer mehr sein als einzelne Töne, als Einsen und Nullen, als Kanonenfutter“, sagt Samsa. „Ich freue mich sehr über die Axt und ich habe mir gewünscht sie zu bekommen. Der Preis steht für etwas, was mir am wichtigsten bei meiner Arbeit ist: eine Basis für Kultur und freies Denken zu schaffen. Es geht mir darum, die noch existierenden Freiräume zu erhalten und nicht überspült zu werden von Technologiekonzernen, für die Kultur nur Inhalte sind, mit denen man Geld verdient.“

Die Goldene Indie-Axt

Die Goldene Indie-Axt. Foto: Jonas-Beck-Fotografie

Für Samsa ist das anders – von seinem Label kann er nicht leben, er geht „nebenbei“ arbeiten. Das Label ist dennoch sein Hauptberuf. Sein Lebensinhalt. Er möchte Musikern, die „ihr Ding machen wollen“ mit seinem Label eine Plattform geben.  Seiner Meinung nach dürfe Kunst nicht auf massenhafte Verbreitung angewiesen sein, um überleben zu können. Ansonsten könne sie sich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Hier und Jetzt nicht mehr leisten, vielmehr will sie sich diese dann auch nicht mehr leisten. Es ginge darum, frei zu denken und frei zu handeln und nicht mit der Masse zu konkurrieren, sondern ihr aufzuzeigen, was sonst noch möglich ist. „Die einzelne Platte kann und sollte vielleicht auch ein Denkmal für die Band sein“, sagt Samsa.

Auf seinem Label veröffentlicht Gregor Samsa unter anderem Musik von nationalen und internationalen Künstlern – darunter Trend, Amos, Kamikaze Queens, Frankie Stubbs, Columbian Neckties, Dirtbombs, Melt-Banana, Cro(w)s, Lo Fat Orchestra, Freddy Fischer & his Cosmic Rocktime Band & King Khan & his Shrines.

Nominiert waren außerdem der anonyme Blogger „Der Musikpartisane“,  Mark Ernestus als Inhaber des Berliner Plattenladens Hard Wax, Michael P. Aust, Matthias Hornschuh und Matthias Kapohl als Organisatoren des Branchentreffs SoundTrack_Cologne.

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