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Künstlerverband Domus nimmt im Januar 2014 die Arbeit auf

382485_181970138636860_1978695011_nIm Januar 2014 wird der Künstlerverband Domus seine Arbeit offiziell aufnehmen. Gemeinsam wollen ausführende Musiker und Urheber für die faire Verteilung von Geldern im Zuge der Digitalisierung kämpfen. „Wir wollen überall dort nachverhandeln, wo Künstler bislang nur wenig gehört wurden“, sagte Produzent und Komponist Micky Meuser, als er den Verband nun auf der Soundtrack Cologne vorstellte.

Digitale Verbreitung von Musik über Internetportale, Streaming Dienste, Webradio und Videokanäle sind hervorragende Möglichkeiten sich seinen Fans zu präsentieren. Gleichzeitig wird es jedoch zunehmend schwierig zu überblicken, was mit der eigenen Musik im Netz passiert. 

Während Internet und mobile Anwendungen zur zentralen Plattform für die Vermarktung werden, wird es immer undurchsichtiger, wer wie mit der von uns geschaffenen Musik im Netz Geld verdient. Ungeahnt große, weltweit agierende Player aus IT- und Musikindustrie verteilen die Erlöse aus dem neuen „Spiel“ nach Regeln, die sie alleine aufstellen. Die Stimme der Künstler hatte bei dieser Verteilung bisher wenig Gewicht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit einzelner Künstler, fehlende Transparenz und Verträge, die Künstler maximal entrechten und minimal beteiligen, seien inzwischen zur Norm geworden.

Micki Meuser engagiert sich für DOMUS.

Micki Meuser engagiert sich für DOMUS.

Domus möchte zur Durchsetzung der geltenden Rechtssprechung beitragen. „Die ist nämlich ganz klar auf unserer Seite: ausübenden Künstlern und Produzenten steht eine angemessene Beteiligung zu.“ Domus will diese Ansprüche durchsetzen – und klar ist, je mehr Künstler sich beteiligen, desto stärker wird die Position. Das gilt natürlich auch für die Frage, wer welches Stück vom großen Kuchen der digitalen Erlöse abbekommt.

Drei Beispiele sollen beleuchten, wo Künstler beispielsweise benachteiligt werden:

1) Global agierende Unternehmen aus IT und Musik veröffentlichen gigantische Umsatzzahlen; aber kein Künstler kennt die Grundlagen und Quellen der Erlöse, um daraus seinen fairen Anteil zu berechnen.

2) Nicht nur auf illegalen Portalen, auch bei legalen Anbietern werden Musikaufnahmen verbreitet, auch wenn die Künstler niemandem digitale Rechte eingeräumt haben (zum Beispiel alte Verträge, Live-Mitschnitte und so weiter).

3) Überholte Lizenzierungsmodelle: Abrechnungsbestimmungen, die schon in der physischen Welt fragwürdig waren, werden zu Lasten der Künstler in die globale Digitalwelt übertragen: Lizenzreduzierung für Auslandsverkäufe, Club-, oder Lowprice, Technik- und andere Abzüge.

Wer von seiner musikalischen Kreativität zumindest teilweise leben möchte ist darauf angewiesen, aus der Nutzung von Musik einen fairen Anteil zu erhalten. Musikkreative können entweder direkt oder zusammen mit Mitmusikern oder als selbstvermarktende Firma Mitglied des DOMUS werden.

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