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Der Vorweihnachts-Wochenrückblick: garantiert ohne Pornoabmahnungen

OL Cartoon Beyonce

Cartoon mit freundlicher Genehmigung von ol-cartoon.de

Es ist Vorweihnachtszeit: Ganz Medien-Deutschland echauffiert sich erfolgreich über angebliche Pornoabmahnungen. Ganz Medien-Deutschland? Nein, einem unbeugsamen Musikwirtschaftsblog geht das Thema dermaßen auf den Keks, dass wir ganz bestimmt keine News dazu machen werden. Dafür aber Beyonce, Monika Grütters, The Sweet, und Bootlegs die dann doch keine waren….

Monika Grütters ist die neue Kulturstaatsministerin

Letzte Woche gab es ein neues Kabinett, diese Woche wurde Monika Grütters zur Kulturstaatsministerin vereidigt. Kommt jetzt nach dem Kreativwirtschaftsexperten Bernd Neumann nur noch die Hochkultur zum Zuge?  Ein brauchbares Portrait sowie ein Aufgabenüberblick für die nun wichtigste Kulturfrau im Lande steht in der FAZ.

Beyonce, Bowie und Lady Baba: Deutschland größtes Nachrichtenmagazin erkennt neuen Promotiontrend.

Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin hat leider nach wie vor wenig Ahnung von Musikwirtschaft: David Bowie veröffentlicht einen Song (angeblich) ohne Promo im Netz, Beyonce schmeißt ganz überraschend ein Album auf den Markt. Genug für den Spiegel um einen allgemeinen Promotrend daraus zu generieren. Leider existiert diese Möglichkeit, einen Promotioninhalt zu “unterspielen”, nur für absolute Superstars wie Bowie und Beyonce.

NME Titelseite 10/2013

Kaum Promotion? David Bowie auf der Titelseite des NME in 10/2013.  Foto: NME, IPC Media Network, www.nme.com

Der Rest muss nach wie vor um Aufmerksamkeit ringen, um wahrgenommen zu werden. Und wie anhängendes Bild zeigt: Ganz so wenig Promo hatte Bowie dann doch nicht….

 

Was bei YouTube nicht geklappt hat, klappt beim VPRT: GEMA-Einigung für Musikstreaming

Die GEMA einigt sich mit dem Verband Privater Rundfunk- und Telemedien e.V. (VPRT) auf einen Tarif für die Nutzung von Musik in werbefinanzierten Streaming-Angeboten. Hierzu gehören Portale wie Clipfish und Tape.tv oder MyVideo, aber auch die RTL-Gruppe oder Pro Sieben/Sat 1. Die GEMA gewährte dem Verband einen 20-prozentigen Nachlass auf den Standardtarif VR OD-09. Während Heise.de darin einen unfairen Vorteil für YouTube Mitbewerber sieht, dürfte noch ein ganz anderer Fakt die Entscheidung für die Lizenzierung beeinflusst haben: „Die Mitgliedsunternehmen des VPRT melden der GEMA die erfolgten Video-Abrufe.  Zur Erkennung von sogenannten Unidentified Content (und insbesondere User Generated Content) verwenden die Unternehmen geeignete Technologien“ meldet der VPRT.

Das kollidiert erheblich mit der fehlenden Bereitschaft von YouTube, wie unlängst PRS-Vertreter Simon Darlow auf der Soundtrack Cologne mitteilte: „YouTube sends us rubbish for data“. Ausgerechnet die Google-Tochter will ihre Nutzerdaten nicht der Verwertungsgesellschaft zur Verfügung stellen.  Die brauchen die Verwertungsgesellschaften aber um faire Abrechnungen zu erstellen. Nach weiteren Einigungen der GEMA auch mit Konkurrenten wie Spotify oder sogar GOOGLE  steht YouTube so langsam alleine da.

Sweet Musiker Andy Scott verliert Gerichtsprozess: 50.000 Pfund Kosten für einen eBay Artikel für einen Euro

Vor Gericht garnicht so Sweet: Glam-Rock Legende The Sweet Foto: Mark Kent

Vor Gericht garnicht so Sweet: Glam-Rock Legende The Sweet Foto: Mark Kent

Andy Scott, Gitarrist der Classic-Rock-Legende The Sweet, ist beim Verteidigen seiner Musikrechte ein wenig übers Ziel hinausgeschossen, als er den Verkauf einer angeblichen Bootleg-CD seiner Band über eBay per anwaltlicher Abmahnung verbieten lassen wollte. Der Abgemahnte, ein österreichischer eBay-Nutzer, ließ die Auktion laufen und beugte sich der Abmahnung nicht.  Scott verlangte dagegen 36.000 Euro Schadenersatz von dem Österreicher. Nach einem fünfjährigen Gang durch die Instanzen schmetterte der oberste Gerichtshof in Österreich nun die Klage ab. Zu Recht, denn das beanstandete Item war gar kein Bootleg, der Verkauf somit vollkommen legal. Sweet Gründungsmitglied Andy Scott kostete der Gang durch die Instanzen 50.000 Pfund. Die CD wurde übrigens im Rahmen der ursprünglichen Auktion verkauft: für lediglich 1,00 Euro.

Rekordstrafe für Film-Filesharer: Schweden macht Ernst

Ganz anders ging dagegen das Verfahren für einen schwedischen Filesharer aus, der Filme auf eine schwedische Torrent-Plattform lud: Er darf jetzt die bisherige Rekordstrafe von 4,6 Millionen schwedischen Kronen bezahlen (umgerechnet: 480.000 Euro). Das US-Amerikanische Techblog Slashdot regt sich über ihrer Meinung nach unverhältnismäßige Entscheidung auf, vergisst jedoch ein Detail: Der Schwede hatte nicht nur einen einzelnen Film, sondern weitere 516 (!) Filme hochgeladen, war also gewerbsmäßiger Raubkopierer. Für die bekam er lediglich 160 Sozialstunden aufgebrummt. Laut dem schwedischen Ankläger, dem Anwalt Hendrik Ponten, soll dieses Beispiel nun Schule machen.

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