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Das war das Jahr 2013 aus Sicht der WeCab-Redaktion

Ein spannendes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Grund genug für die WeCab-Redaktion, um einmal inne zu halten und zurückzublicken: was hat das Jahr 2013 für uns bereitgehalten? Bevor wir Euch unsere persönlichen WeCab-Höhepunkte vorstellen, können wir jedoch schon einmal eins verraten: es war ein großartiges Jahr! Fast 120 Beiträge haben wir zusammen mit unserem Team geschaffen und Ihr habt mit 300 Kommentaren zum Gelingen der Seite beigetragen. Vielen Dank dafür!

YouTube-Video: “Wenn die Tafeln Unsinn tragen…”

Die Idee ist zusammen mit dem Komponisten Hans Hafner bereits 2012 auf der Re:Publica entstanden. Die meisten Menschen glauben, dass die GEMA Videos auf YouTube sperre, dabei ist es genau anders herum. Auf die Idee ein Video zu erstellen, haben uns die (bewusst?) irreführenden YouTube Tafeln, die zwischen den Zeilen behaupteten, dass die GEMA den Zugriff auf Musik verhindern wolle, was natürlich irrwitzig ist.

Die Wahrheit ist, dass die YouTube-Tafeln verschweigen, dass die Videos meist von YouTube selbst gelöscht werden, und die von Rechteinhabern gelöschten Videos meistens Urheberrechtsverletzungen sind. Das Video dazu wurde von Stefan betextet, Hans Hafner machte die Animationen und legte einen eigenen Song darunter. Aufgegriffen wurde das Ganze dann von Golem und Gulli, so dass das Video innerhalb von weniger als drei Tagen plötzlich mehr als 10.000 Views hatte. Auch auf WeCAB war der Artikel einer, auf den am Häufigsten zugegriffen wurde. In unseren Kommentarspalten und im YouTube-Account kam es zu einer coolen Diskussion um das Thema, in Verlaufe derer so manchem Nutzer plötzlich klar wurde, dass es bei den Videos eher ums Geld für die Künstler ging – und nicht etwa um eine wild Videos zensierende GEMA. Es zeigte jedoch auch, dass viele YouTube-Nutzer eher die Attitüde „Verwirren sie mich bitte nicht mit Fakten“ an den Tag legen. Kudos hier nochmal für einen unermüdlich mitdiskutierenden Hans Hafner!

Future Music Camp an der Popakademie

Die 350 Teilnehmer des Future Music Camp 13 verfolgten mit großem Interesse die Seminare und Barcamp-Sessions. Foto: Popakademie

Die 350 Teilnehmer des Future Music Camp 13 verfolgten mit großem Interesse die Seminare und Barcamp-Sessions. Foto: Popakademie

Im April folgten Stefan und Esther dem Ruf der Popakademie zum Future Music Camp. Der unbestrittene Höhepunkt war dort, neben unserem eigenen WeCab-Panel, das Interview mit Hubert Wandjo, dem Leiter der Hochschule. Er blickte auf die vergangenen Jahre der Popakademie zurück und beleuchtete die Zukunft der Musikindustrie. Am selben Wochenende trafen wir noch auf Julia Neigel, die sehr offen über die Höhen und Tiefen ihrer Karriere plauderte.

Roskilde-Festival

Von oben haben sie den perfekten Blick über das Publikum - die Mitarbeiter des Sicherheitsteams. Unterstützt werden sie von einem Team, das sich im Publikumsbereich aufhält und versucht die Stimmung der Besucher abzuschätzen.

Von oben haben sie den perfekten Blick über das Publikum – die Mitarbeiter des Sicherheitsteams des Roskilde-Festivals. Unterstützt werden sie von einem Team, das sich im Publikumsbereich aufhält und versucht die Stimmung der Besucher abzuschätzen. Foto: Roskilde-Festival

Bereits Anfang März stiefelte Esther in einer Stadt, die sie sonst nur im Sommer besucht, durch den kniehohen Schnee – ihr Ziel: das Büro des Roskilde-Festivals. Dort hatte sie einen Termin mit Morten, der ihr den Unterschied zwischen Security und Safety erklärte – und auch sonst noch alles, was das riesige Festival zu einem sicheren Event macht. Am selben Wochenende traf ich noch auf Kristian Riis, der mir später nicht nur die Arbeitsweise seiner Agentur Volcano erklärte, sondern auch noch über das Geheimnis des Erfolges seiner Band Nephew plauderte. Im Sommer durfte Esther schließlich im laufenden Betrieb des Festivals hinter die Kulissen schauen und mit Anders Wahren, einen der Menschen interviewen, der für das Roskilde-Booking zuständig ist.

Unsound

Standbild aus Unsound

Schon der Trailer zeigt Bilder aus dem Alltag von Musikern. Foto: Standbild aus Unsound

Musikproduzent Mikael Count legt den Finger in die Wunde: Mit Unsound produzierte er ein filmisches Portrait über den Überlebenskampf von Musikern im Zeitalter der Internet-Ökonomie. Mehr als Tausend Worte sagt der eindrucksvolle achtminütige Trailer zum Film. Unsound verfehlt nur knapp das Crowdfundingziel auf Indiegogo, wird aber trotzdem produziert. Wir sind mit dem Filmteam in Kontakt und werden weiterhin über Unsound berichten. Versprochen!

Spot-Festival

Keith Harris ist seit 40 Jahren in der Musikindustrie beschäftigt - unter anderem als Manager von Stevie Wonder.

Keith Harris ist seit 40 Jahren in der Musikindustrie beschäftigt – unter anderem als Manager von Stevie Wonder.

Ein absolutes Highlight diesen Jahres war für Esther die Vorbereitung auf die (Show)-Case-Festivals: sie konnte so massig neue Musik und viele neue, tolle Bands entdecken – Traumjob! Der absolute Höhepunkt war für unsere Redakteurin schließlich das Spot-Festival: musikalisch nicht zu überbieten. Aber auch die Panels und Diskussionen waren spannend. Besonders im Gedächtnis geblieben ist jedoch die Begegnung mit Keith Harris, dem Manager von Stevie Wonder.

Zu Besuch bei Kim Dotcom

Moderator Jenke trifft auf Kim Dotcom in Neuseeland - ein Rührstück? Foto: Screenshot

Moderator Jenke trifft auf Kim Dotcom in Neuseeland – ein Rührstück? Foto: Screenshot

Es war eher ein glücklicher Zufall, dass wir von einem guten Geist bereits eine Woche vor Ausstrahlung über die drohende journalistische Nullnummer „Jenke: Ich bleibe über Nacht – Zu Gast bei Kim Dotcom“ informiert wurden. So konnten wir uns in aller Ruhe auf das Thema vorbereiten. Rausgekommen sind sowohl einen Liveblog, als auch einen sehr guten Gastkommentar von Komponist Matthias Hornschuh. Die Sendung selbst gab dem dubiosen Sharehoster-Betreiber Kim „Dotcom“ Schmitz ziemlich viel Raum für eine erschreckend platte Selbstdarstellung. Sieht so Fernseh-Journalismus in 2014 aus? Wir befürchten: Ja. Auch einer der Zugriffs-Favoriten.

Bundestags-Wahl: WeCab und VUT helfen bei der Entscheidung

Großartig waren auch die Wahlprüfsteine des Indie-Musik-Verbandes VUT – Martin Jungmann stellte allen Parteien kritische Fragen zur Zukunft der Musikwirtschaft und beleuchtete deren Antworten. Danke nochmal, dafür!

Sleeperhit: Heino

Der 74-jährige Volksmusiker Heino hat am 1. Februar 2013 ein Album mit zwölf Coversongs deutscher Rock-und Popmusiker veröffentlicht.

Der 74-jährige Volksmusiker Heino hat am 1. Februar 2013 ein Album mit zwölf Coversongs deutscher Rock-und Popmusiker veröffentlicht.

Schlagerlegende Heino schockt die Popwelt. Mit erlaubten Coverversionen von Rammstein, Peter Fox und den Ärzten schafft Heino fast subversiv sein eigenes Remixkit. Die Platte geht auf Platz eins in die Charts. Trotz aller Subversivität findet la Girod das nicht lustig. Der Artikel ist der Sleeperhit unter den WeCAB-Artiken und taucht auch noch Monate nach der Veröffentlichung in jeder Statistik ganz oben mit auf.

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