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News: GEMA – Mitglieder beschließen Neuordnung der Rundfunkverteilung

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender GEMA (Foto: Thomas Rosenthal)

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender GEMA (Foto: Thomas Rosenthal)

Die GEMA-Mitglieder haben bei ihrer Jahreshauptversammlung in Berlin eine Neuordnung der Rundfunkverteilung beschlossen. Diese Neuregelung wurde nötig, weil die GEMA in der ersten Jahreshälfte 2013 sowohl mit den öffentlich-rechtlichen Sendern, als auch mit den Privaten, neue Gesamtverträge für die Nutzung von Musik in Fernsehen und Radio geschlossen hat. Danach wird konkret wellen- und programmbezogen vergütet und nicht mehr pauschal, wie in der Vergangenheit.

Entsprechend hat das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) die GEMA aufgefordert, auch die Verteilung nach nutzungsorientierten Kriterien vorzunehmen – eine Neuordnung der Verteilung musste also dringend her. Die Mitgliederversammlung der GEMA wurde deswegen in den April vorverlegt, da das DPMA ansonsten die Möglichkeit gehabt hätte, die TV/R-Auszahlung komplett zu stoppen.

Neuer Kulturfaktor bei der Verteiung stärkt Komponisten von Nischenmusik

Neu eingeführt wurde bei der Neuordnung der Kulturfaktor, durch den es nun möglich ist, dass auch Komponisten von anspruchsvollem non-pure-mainstream Pop und Rock, Jazz, zeitgenössischer E-Musik, in Subkultur und Nische, im Experimentellen und Gewagten, im Hörfunk eine Förderung erfahren.

Der Kulturfaktor wird aus 10 Kriterien ermittelt, nach denen die Programmqualität jedes Senders beurteilt und klassifiziert wird:
• Anteil deutschsprachigen Repertoires
• Anteil Ernster Musik, Jazz und sonstiger gehobener Vokal- und Instrumentalmusik
• Anteil der Sendung von Eigen- und Auftragsproduktionen
• Anteil der Sendung von Live- Produktionen bzw. Live- Mitschnitten
• Anteil redaktionell betreuter Beiträge mit Musikbezug
• Anteil regionalen Repertoires
• Anteil an Nischenrepertoire abseits des Mainstreams
• Anteil des Repertoires von Nachwuchsurhebern
• Anteil eigener musikalischer Ereignisse mit Sendebezug
• Programmvielfalt (Anzahl der verschiedenen gesendeten Werke)

Nach einem einfach nachvollziehbaren Stufenverfahren wird daraus ein Kulturfaktor für jeden Sender errechnet, der bei der Verteilung als Multiplikator angewendet wird. Jeder Sender erhält eine Note für jeden der 10 Kulturfaktoren. Die Summe dieser Noten wird durch 10 geteilt, und das Ergebnis ist der Gesamtkulturfaktor dieses Senders.

Die GEMA möchte mit der neuen Verteilungsregel ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Inkassobezug und kultureller Förderung schaffen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Heker dankte den Mitgliedern für die intensive Auseinandersetzung und das Einbringen konstruktiver Vorschläge im Vorfeld der Mitgliederversammlung: „Ich bin überzeugt davon, dass dies eine gute und richtige Entscheidung war.“ Die GEMA wird bereits die Rundfunkverteilung für das Geschäftsjahr 2013 zum 1. Juli 2014 nach dem neuen System vornehmen.

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