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Tipps fürs Spot-Festival: Welche Konzerte einen Besuch wert sind

1385092_10151893967069710_1693572172_aNeben dem interessanten Seminar-Programm hat das dänische Spot-Festival im Jahr seines 20-jährigen Bestehens ein Konzertprogramm zusammengestellt, das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Rund 100 Künstler, etablierte und Newcomer, spielen rund 150 Konzerte und zeigen der Branche, was Skandinavien in Sachen Musik zu bieten hat. Wir haben uns ein paar der Konzerte schon einmal vorab angeschaut und geben Tipps, welche einen Besuch wert sind.

The Mountains

Sieben Jahre hat es gedauert bis sich die Produzenten und Zwillingsbrüder Frederik und Fridolin Nordsø ihren Traum erfüllt haben und zusammen mit moi Caprice-Sänger Michael Møller eine Popband gegründet haben. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen: auf der Platte „The Mountains, The Valleys And The Lakes“ haben die drei ein Popuniversum geschaffen, das den Zuhörer sofort in seinen Bann zieht. Doch was auf Platte gut ist, muss es live nicht unbedingt sein. Ist es aber. Beim Konzert im „Lille Vega“ in Kopenhagen zeigten die Drei, dass sie schon einige Jahre im Musikgeschäft auf dem Buckel haben und wissen, wie eine mitreißende Live-Show funktioniert: sie hatten das Publikum von Anfang an in der Hand, die Zeit verging wie im Flug. Top-Tipp!

The Woken Trees

Ein paar Stunden zuvor, an einem für Konzerte eher ungewöhnlichen Ort, zeigten The Woken Trees, dass ihre Musik nicht nur in einem düsteren Club mit Nebel funktioniert. Psych Rock der obersten Güte machen die Jungs, die zwar mittlerweile alle in Kopenhagen wohnen, aber sich im Norden Jytlands kennengelernt haben. Wer also die schrill-bunten Lampen, Kirmes-Karussells und deutsche Biergarten-Atmosphäre ausblenden konnte, der bekam ein kurzes, aber gutes Konzert geliefert. Im vergangenen Jahr haben sie ihr Debüt-Album ”NNON” veröffentlicht und zum ersten Mal mit großem Erfolg auf dem Roskilde-Festival gespielt. Ihr europäischer Konzertkalender füllt sich zusehends und in Deutschland werden sie, aller Voraussicht nach, auf dem Mera Luna Festival zu erleben sein.

Turboweekend

Ein wenig länger her ist das Konzert von Turboweekend, das wir uns im Vorfeld das Spot-Festivals angeschaut haben. Turboweekend arbeiten derzeit an einem neuen Album, das sie beim Frost-Festival in Kopenhagen exklusiv vorgestellt haben. Auf dem Dachboden einer alten Brauerei, die zu einem Museum umgebaut ist, spielten sie zwei magische Konzerte. Keine Hits, nur neues Material, das sich noch in Arbeit befand. Nun kehren sie, nach einer umjubelten Akustik-Show vergangenes Jahr, zurück nach Aarhus und stellen dort ebenfalls neues Material vor. So neu, dass selbst die Teilnehmer der Frost-Festival-Konzerte es nicht kennen werden.

Sekuoia

Mit seiner Mischung aus Dubstep und experimenteller Elektronika hat sich der gerade mal 20-jährige Patrick Bech-Madsen aka Sekuoia jetzt schon einen Namen in der Welt der elektronischen Musik gemacht. Wir hatten schon zweimal das Glück die ruhige, aber dennoch energetische Live-Show zu erleben. Als Support-Band von WhoMadeWho schickte er sich an Deutschland und Frankreich zu erobern. Beim Offspring-Festival in Kopenhagen zeigte sich dann, wie beliebt er mittlerweile auch in Dänemark ist: schon wenige Minuten nach Konzertbeginn war die Venue im Tivoli komplett voll, die Menschen stand Schlange in der Hoffnung doch noch reinkommen zu können. Sekuoia spielt nicht nur ein Set beim Spot-Festival, sondern zwei. Es gelten also keine Ausreden!

Bonne Homme und Lydmor

Bon Homme und Lydmor haben sich fürs Spot-Festival zusammengeschlossen und werden ein einzigartiges Doppelkonzert geben. Sie arbeiten gerade mit Hochdruck an einem Audiovisuellem Konzept, das in Aarhus Premiere feiern wird. Die beiden sind schon als Solo-Künstler eine Macht und gemeinsam werden sie noch mehr Energie als gewöhnlich absetzen. Bon Homme, Bassist der Band WhoMadeWho, dürfte vielen noch von der Berlin Music Week ein Begriff sein, wo die Polizei seinen Gig stoppte. Lydmor spielte im vergangenen Jahr gleich mehrmals auf dem Roskilde-Festival und machte mit einer einzigartigen Konzert-Tour-Idee im Dezember auf sich aufmerksam. Wer wollte, konnte sie zu sich nach Hause einladen und bekam ein exklusives Konzert zu sehen. Gemeinsam haben die beiden schon einige Songs aufgenommen.

Nelson Can

Die Ladys Von Nelson Can sind auf deutschem Boden bislang weniger bekannt. Die Besonderheit der Band: das rockige Trio kommt völlig ohne Gitarren aus. In Aarhus haben die Teilnehmer des Spot-Festivals gleich mehrere Möglichkeiten Nelson Can live zu erleben: Am Donnerstag geben sie, zeitgleich zum offiziellen Eröffnungskonzert, im Headquarter ein Konzert zum Release ihrer zweiten EP „EP2“. Der Eintritt zu dem Konzert, das vom neuen Magazin Sound of Aarhus präsentiert wird, ist mit Spot-Armband frei. Einen Vorgeschmack auf die beiden Konzerte gibt die Single „Letting Go“, die vier Tage vor dem Start des Branchenfests das Licht der Welt erblickte.

Kill J

Kill J werden von Auftritt zu Auftritt immer besser. Während sie mich beim Konzert in Kopenhagen, im Rahmen der Natbar des Bremen Teaters, noch nicht zu packen wussten, überzeugten sie mich in Oslo völlig. Kill J mischen HipHop und Pop und packen das ganze in einen Mantel aus düsterer elektronischen Musik. Dass sie mich in ihr Musikuniversum gesogen haben, lag bestimmt nicht am viel zu teuren Rotwein, den die Bar an diesem Abend ausschenkte.
Besonders in Großbritannien sind Kill J eingeschlagen wie eine Bombe: Sie routieren bei Radio BBC und wurden in der Zeitung „The Guardian“ zur „New Band oft he Day“ gewählt.

Kellermensch

Ich habe selten so eine Energie auf einem Konzert erleben dürfen, wie vergangenes Jahr, als Kellermensch einen Tag vor dem Spot-Festival im Radar in Aarhus auf einer 360 Grad Bühne spielten. Die dänische Zeitschrift Gaffa vergab sechs von sechs Sternen und in meinen Augen hätten es ruhig noch ein paar mehr sein dürfen. Und auch last.fm gebe ich völlig Recht, die meinen, dass es sich bei Kellermensch um eine Band handelt, der Konzerte „A must-see experience on stage” sind. Kellermensch mischen Rock, Klassik und Metal zu einem recht einzigartigen Sound. Schon im vergangenen Jahr kündigten sie neues Material an, in diesem Jahr werden sie es auf jeden Fall mit nach Aarhus bringen. Ich bin sehr gespannt.

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