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VUT-Mitglieder verpflichten sich zu fairer Bezahlung digitaler Inhalte

Die Vorstände des VUT sowie der stellvertretende Geschäftsführer unterschreiben morgen die FDDD: Werner Dabringhaus, Thomas Zimmermann, Christof Ellinghaus, Mark Chung, Jörg Fukking, Jörg Heidemann, Oke Göttlich, Fritz Krings, Michael Schuster, Georg Löffler. Foto: VUT

Die Vorstände des VUT sowie der stellvertretende Geschäftsführer unterschreiben morgen die FDDD: Werner Dabringhaus, Thomas Zimmermann, Christof Ellinghaus, Mark Chung, Jörg Fukking, Jörg Heidemann, Oke Göttlich, Fritz Krings, Michael Schuster, Georg Löffler. Foto: VUT

Der Verband unabhängiger Musikunternehmen e. V. (VUT) beteiligt sich am 16. Juli an der von WIN (Worldwide Independent Network) initiierten Fair Digital Deals Declaration, die an diesem Tag von unabhängigen Musikunternehmen weltweit unterschrieben wird. WIN, der internationale Verband der unabhängigen Musikunternehmen, hat den offiziellen Start dieser großangelegten, neuen Initiative für diesen Tag angekündigt.

Mit der Unterzeichnung der Fair Digital Deals Declaration verpflichten sich unabhängige Musikunternehmen, wie beispielsweise Labels, Verlage und Vertriebe, dazu, ihren Künstlern faire Verträge sowie eine gerechte Bezahlung für die Verwertung von digitalen Musikwerken zu bieten. Die Liste der unterzeichnenden Musikunternehmen, die Mitglieder des VUT sind, umfasst aktuell 86 Unternehmen.

Heutzutage entstehen regelmäßig neue, digitale Musik-Angebote und bestehende Dienste werden um neue Features erweitert. In den letzten Jahren ist es zur Regel geworden, dass sich große Rechteinhaber riesige, pauschale Zahlungen sichern können.
Künstler haben verständlicherweise ihre wachsende Besorgnis über die offensichtliche Diskrepanz zwischen den Summen, die die großen Rechteinhaber erhalten, und den Zahlungen, die Künstler pro Stream erhalten, geäußert. Die Umsätze aus der Abrechnung für jeden abgerufenen Stream sind dabei oft die Einzigen, die mit den Künstlern geteilt werden. Ohne ihre Arbeit wären aber gar keine Umsätze möglich, darum haben WIN sowie die angeschlossenen Verbände beschlossen, sich zu diesem Thema eindeutig zu positionieren.

Die Fair Digital Deals Declaration soll als Gütesiegel dafür dienen, zu zeigen, dass die unterzeichnenden Unternehmen Umsätze aus der digitalen Verwertung von Musikwerken gerecht und transparent teilen.
Die fünf Kernaussagen der Erklärung sind die Folgenden:

  1. Wir stellen sicher, dass Künstlern im Rahmen ihrer Plattenverträge und Lizenzabrechnungen in klarer und zusammengefasster Form erklärt wird, wie sich ihr Anteil aus den Download- und Streaming-Umsätzen zusammensetzt.
  2. Wir handeln nach Treu und Glauben und verteilen einen anteiligen Betrag jeglicher Erlöse und anderer Vergütungen aus digitalen Serviceleistungen, welche aus den Musikverkäufen stammen, aber nicht auf eine spezielle Aufzeichnung oder einem Auftritt zurückzuführen sind, an die Künstler.
  3. Wir fördern bessere Informationsstandards digitaler Services über die Verwendung und den Verkauf von Musik.
  4. Wir unterstützen Künstler, die sich – auch öffentlich – dagegen wehren, dass ihre Musik verwendet wird, obwohl sie dies nicht erlaubt haben.
  5. Wir unterstützen die gemeinsame Position des globalen, unabhängigen Musikbereichs, welche im Global Independent Manifesto beschrieben wird.

Jedes Label, das diese Erklärung unterschreibt, verpflichtet sich zudem dazu, seine Künstler über die Unterzeichnung zu informieren. Dazu hängen sie eine unterschriebene Kopie der Erklärung an die nächste Lizenzabrechnung an.

Jörg Heidemann, stellvertretender Geschäftsführer des VUT, erklärt: „Für unsere Mitglieder hat die faire und langfristige Beziehung mit ihren Künstlern die absolute Priorität. Sie verstehen sich als Partner, von daher ist es für sie selbstverständlich, die digitalen Umsätze transparent und gerecht auszuzahlen, damit Künstler weiterhin großartige Musik produzieren können. Durch die Unterzeichnung der Erklärung unterstreichen die Mitglieder der internationalen Verbände der Independents, dass eine faire und nachhaltige Beziehung zwischen Label und Künstler die Grundlage für eine zukunftsfähige Musikwirtschaft ist.”

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