News

Neues aus der Musikwirtschaft

Kreativität

Alles zwischen Inspiration
und Kunstprodukt

Kommerz

Von Backsteinen zum
Big Business

Konzept

Über „Das Netzwerk“
– und wie man es erschafft

Kontroverses

Political Correctness?
Aber nicht hier!

Home » Featured, Kommerz, Kontroverses

Youtube: Wenn die Tafeln Unsinn tragen….

So etwas hat der Bandleader in den vergangenen 25 Jahren noch nie erlebt: innerhalb einer Woche nach dem Release sind alle Tracks des neuen Albums auf Youtube zu finden. Von dort aus können sie Nutzer mit Streamripping-Tools runterladen – ohne mit einem Plattenkauf die Arbeit des Musikers zu würdigen. Das europäische Label der Band ließ die Videos in Absprache mit der Band sperren  und YouTube konterte mit ihren bekannten Sperrtafeln: „Leider ist dieses Video wegen des Urheberrechtsanspruchs von XXXXX (hier steht dann Name des bösen Plattenlabels) nicht verfügbar. Das tut uns leid“.

YouTube tat so, als hätte die Plattenfirma ihnen die Rechte an den Titeln verweigert und spricht nicht davon, dass stattdessen ein langjähriger Fan und Konzertbesucher alle Tracks hochgeladen hatte, ohne die Rechte an diesen zu besitzen.  Schließlich beschwerte sich der Fan lautstark im Bandforum, dass ihm nun wegen der „Scheiss-Plattenfirma“ der YouTube Account gesperrt wurde –wegen multipler Urheberrechtsverletzung und Verstoßes gegen die YouTube-Nutzungsbedingungen. Dabei habe er es doch nur gut gemeint, habe die Band nur „promoten“ wollen.  Es entwickelte sich eine tagelange Diskussion im Fanforum, ob das nun „gerecht“, „kleinlich“ oder einfach nur „megakommerziell“ war. Keine gute Werbung für eine Band aus dem Punklager, nicht wirklich die Adjektive, mit denen sie sich gerne assoziiert sehen….

Im Laufe der Diskussion regten sich viele Menschen über unterschiedliche Dinge auf: wenige über den Fan, viele über die Band, die meisten über das Plattenlabel. Aber über eine Partei regt sich keiner auf: YouTube, die Plattform, auf der die Rechtsverletzung eigentlich stattfand. Die Plattform, die die Rechtsverletzung ermöglichte , und Kapital daraus schlug. Die Plattform, die dann auch noch Fehlinformationen streute und die gesperrten Videos auch noch mit einem „Das tut uns leid“ kommentiert. Auch weist YouTube nirgendwo darauf hin, dass die gesperrten Inhalte den Nutzerbedingungen nicht entsprochen haben. Das unfaire daran: Obwohl eigentlich der Nutzer das Urheberrecht nicht beachtet hatte, erhält das entfernende Plattenlabel den schwarzen Peter.

YouTube hat es nicht nur geschafft, die Verantwortungsfrage für den Inhalt und letztendlich auch die akzeptierte Funktionsweise des Urheberrechts auf ihrer Plattform innerhalb weniger Jahre umzukehren und jegliche Verantwortung von sich zu weisen, sondern auch die Erwartungshaltung der Nutzer so zu steuern, dass diese nun mittlerweile damit rechnen, fast sämtliche Musikinhalte umsonst auf YouTube finden zu können. Dabei hat YouTube bereits mehrere Jahre die Zahlung von dafür erforderlichen Tantiemen für die Nutzung von Musikwerken verweigert.

Der GEMA-Clinch ist mittlerweile landesweit bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass nicht die GEMA auf YouTube Videos sperren lässt, sondern dass YouTube selbst diese Videos sperrt, deren Repertoire sie bei der GEMA vermutet. Das geschieht, um nicht im Falle von Rechtsstreitigkeiten nachträglich hohe Tantiemen bezahlen zu müssen. Diese Vorsichtsmaßnahme mag man gerade noch als verständlich ansehen. Fraglich ist jedoch, dass YouTube der GEMA für die Sperrung der Inhalte auch noch den schwarzen Peter zuschiebt. Auch hier desinformiert eine YouTube-Tafel:  „Leider ist dieses Video, das Musik von XXXX beinhaltet, in Deutschland nicht verfügbar, da die GEMA die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat. Das tut uns leid.“ Richtig ist, dass die Parteien verhandeln und dass YouTube die GEMA mit einem Non-Disclosure-Agreement gebunden hatte, keine konkreten Zahlen oder Verhandlungsdetails herauszugeben.  Gerüchteweise liegen die Vertragsparteien noch um den Faktor 10 in der Höhe des Beitrages auseinander. Keine Einigung in Sicht, denn YouTube will nicht zahlen, und die GEMA besteht auf ihrer Forderung – es ist schlicht ihre originäre Aufgabe, diese Tantiemen für ihre Mitglieder zu verhandeln und einzuziehen . Es geht also im Streit um die nicht zugänglichen YouTube-Videos schon seit Jahren lediglich um Geld. Der entstandene Schaden ist hier übrigens noch höher, als der nur durch übereifrige Fans erzeugte “illegale Upload“. Die Tracks und Videos, die die Labels und Bands per YouTube wirklich auf Werbungsgründen zugänglich machen, werden schließlich gleich mitgesperrt. Und hier blicken dann wirklich fast alle in die Röhre: Band, Label, Fan, YouTube-Kunde und Urheber….

Da scheint es schon fast zynisch, darauf hinzuweisen, dass  die YouTube-Mutter Google in 2012 erstmals einen Gesamtumsatz von  über 50 Milliarden US-Dollar gemacht hat und einen Reingewinn von 10,737 Milliarden US-Dollar – ein Umsatzplus von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! Dagegen machen die knapp über 800 Millionen Euro Umsatz der GEMA nur einen verschwindenden Bruchteil aus. Google erzielt diese Umsätze hauptsächlich mit dem Aggregieren von Nutzerdaten und dem entsprechenden Angebot und Vermittlung von Onlinewerbung. Dies geschieht auch durch Tochterunternehmen wie YouTube, will aber für die Nutzung der auf YouTube hochgeladenen Musik wiederum nicht verantwortlich sein, weil Sie keine Kontrolle darüber hätten, wer welche Inhalte auf ihre Plattform stellt.

Kontrolle hat YouTube aber durchaus über die Informationen, die sie zur Musiknutzung und zu gesperrten Videos in Umlauf bringen. Die perfide Desinformation innerhalb dieser Tafeln zeigt, dass YouTube Nutzererwartung und Nutzerverhalten durchaus steuern kann und will. Das beeinflusst wiederum die öffentliche Meinung zu den Themen Urheberrecht, GEMA, Plattenfirmen, Musikern und zum Umgang mit Musik auf YouTube erheblich.  YouTube behauptet, sie könnten das Nutzerverhalten nicht steuern. Mit ihren Desinformationstafeln machen sie jedoch genau das, sie sprechen sich selbst frei und schieben den schwarzen Peter für gelöschte Videos denjenigen zu, die eigentlich den Schaden haben. Gleichzeitig nutzen sie ihre Marktmacht und das geringe Verständnis ihrer Nutzer zu ihrem Vorteil.

Das tut uns leid.

Schlagwörter: , ,

53 Comments »

  • Yes! Voll umfängliche Zustimmung. Es reicht!

  • elegant zusammengefasst. meinungsmacht ist schon ein sexy asset

  • Bla Blub sagt:

    Blafasel .. Axo: Berufsrechthaber mit Cassandra-Komplex.
    Kapiert.

  • Arno Nym sagt:

    Oh wie erbärmlich. Nur weil Youtube/Google nicht bereit ist, die irrwitzige Summe von 0,375 Ct. pro KLICK!!! an die GEMA zu zahlen, ist also Google schuld. Wenn man hochrechnet, wie viele Videos am Tag in Deutschland gesehen würden, die urheberrechtlich geschütztes Material beinhalteten, wird einem klar, dass die GEMA einfach nur spinnt.

    Und ja, Google schiebt der GEMA den schwarzen Peter zu, dieser, naja, nennen wir es mal “Tarif” ist einfach nur eine Frechheit.

  • @ “Arno Nym”:

    Komisch, woher hast du die Zahlen, wieviel genau die GEMA fordert?

    Und: Wieviel sähest du denn als gerecht für ein Videoclick für YT an die Urheber an?

    Ich kann dann mal rausifnden, ob die seZahlen tatsächlich aktuell sind. Ich behaupte mal nicht…

    Gruß,

    Stefan

  • Tote Rosen sagt:

    Ich hoffe es gibt ne Abmahnung von Youtube wegen der unrechtmäßigen Verwendung ihrer Sperrlogos (oder hast du die vorher um Erlaubnis gefragt?). :) Der Rechteinhaber Google Inc. wäre gerne gefragt worden, bevor seine Inhalte hochgeladen wurden. Vielen Dank.

  • mini sagt:

    Die zahlen sind aktuell.
    Einfach zu teuer.

    Man nehme das orig. Video zu “Gangnam Style” mit ~1Mrd Views, bei 0.375Cent/View sind das schlappe 3,75Mio Euro – für ein einziges Video.
    verdient(Umsatz) hat Google nach eigenen angaben knapp 5 Millionen. so dann rechnen man noch Hosting, infrastruktur, löhne, abgaben an die werbepartner, und und.
    Da bleibt nicht viel übrig.

    Erst selbst mal nachrechnen bevor man so ein Blödsinn schreibt und macht!

  • Chrongoetzel sagt:

    @ Stefan Herwig:

    Wer googlet der findet ;)

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/gema-gegen-youtube-wenn-zwei-sich-streiten-12021837.html

    Und zum Thema gerecht:
    Google hat mit 45 anderen Verwertunggesellschaften Einigungen erzielt – lassen die sich alle mit “ungerechten” Beträgen abspeisen? Oder ist hier jemand anderes zu gierig?

    Gruß,
    Chrono

  • DarkVader sagt:

    Ich habe mir die ersten beiden Absätze genau durchgelesen!

    Ganz Ehrlich! Ist das ein Witz???

    Da läd einer illegal hoch. Ihr lasst das Video sperren. Und weil sich der “FAN” beschwert regt ihr euch jetzt über YouTube auf???

    Merkt ihrs noch???

  • Arno Nym sagt:

    @Stefan Herwig:
    siehe http://www.golem.de/news/urheberrecht-gema-reicht-klage-gegen-youtube-ein-1301-97169.html (letzter Absatz), die Zahlen stammen von der WirtschaftsWoche.

    Was wohl gerecht wäre? Eine Vereinbarung, wie sie Google auch mit Verwertungsgesellschaften in anderen Ländern geschlossen hat: eine prozentuale Beteiligung am Gewinn, der mittels Youtube-Videos (Youtube allein! Google ist viel mehr als Youtube, warum die GEMA am Gewinn aus dem Suchmaschinengeschäft beteiligt werden sollte ist mir nicht ersichtlich…) in dem Land erwirtschaftet wurde, in der die Verwertungsgesellschaft die Rechte der Urheber vertritt. Es ist meines Erachtens zu berücksichtigen, dass bei Yt-Videos vielfach nicht die Musik im Mittelpunkt steht, sondern als Hintergrundgedudel läuft.

    • @Arno Nym:

      Butter bei die fische. Was wäre gerecht, wenn Du am Verhandlsungstisch wärest? Wie hoch darf die prozentuale Beteiligung an mit Musikvideos erzielter Werbung Deiner Meinung nach sein?
      Und hat es noch eine Auswirkung, dass man mittlerweile alle Videos per Streamripper auch rippen kann, wenn man mag (bzw. nur die Musik dahinter)?

      Ich würde dann mal versuchen, herauszufinden, ob die zahlen in etwa mit dem korrespondieren, was YT wirklich bietet, bzw. was die GEMA wirklich haben will. Ich glaube du wirst dich wundern…

      Gruß,

      Stefan

  • max sagt:

    unglaublich. jetzt versuchen irgendwelche künstler mitzurden die sowieso kaum platten verkauft hätten bzw dessen zielgruppe mit youtube bestimmt nicht mal umgehen kann :D

    produzenten/gema/künstler haben einfach alle den wandel verschlafen und wundern sich jetzt dass sie leer ausgehen.

    ich kennen NIEMANDEN der sich die mühe macht ein youtube mit fragwürdiger qualität zu rippen.

    aber die oldies der musikszene sind wieder mal nicht ganz auf der höhe.

    • @Max. Ich finde die Logik interessant, dass Künstler dann nicht “mitreden” dürfen/sollten, wenn sie “kaum Platten verkaufen”. Interessante Auffassung von Meinungsfreiheit…

      AB wieviel verkauften “Platten” darf man deiner Meinung nach denn mitreden?
      Darüber hinaus: Hans Hafner und ich leben seit einigen JAhrenbereits professionell von Musik, meine Klientel kann mit YouTube umgehen, Hans ist professioneller Soundtrackkomponist. Und jetzt?

      Und dafür dass niemand “YouTubes” mit fragwürdiger Qualität rippen kann, gubt es ganz schln viele Streamripper, zum Beispiel als Plugin für den firefox. Das letzte Plugin wurde beim firefox-Uüdate angeblich sogar automatiswch mitinstalliert… Es gibt da wziemlich viel Auswahl, für eine Softeware, nach der deiner Meinung nach kaum Bedarf besteht. :-)

      Gruß,

      Stefan

  • Esther Mai sagt:

    @max: dann erkläre doch mal den oldies der musikszene, wie es besser geht, beziehungsweise, welchen wandel sie verschlafen haben.

  • xaan sagt:

    Ich finde, wenn ein Künstler seine Werke nicht kostenlos Netz sehen will, ist das ja durchaus sein gutes Recht.

    ABER: Dann soll er doch bitte die Verantwortung für die konsequente Sperrung auch selbst tragen. Er möchte die Werke aus dem Netz raus haben? Fein. Aber dann doch bitte nicht auf Youtube schieben.

    Wenn er dagegen seine Videos DOCH online sehen will, den Werbeeffekt nutzen will, an den Werbeeinnahmen der Platform mitverdienen will, dann soll er doch bitte auch akzeptieren, dass eine Infrasturktur wie die von Youtube genausowenig kostenlos ist wie sein eigenes Werk.
    Youtube kann sich keine Vergütung leisten, an der sie nach und nach Pleite gehen. Es kann nicht von Mutterkonzern Google verlangt werden, ständig Geld in seine Tochter Youtube reinzubuttern, damit die überzogenen Forderungen der Gema bezahlt werden können.

    Andere Verwertungsgesellschaften in Europa und anderswo in der Welt hatten kein Problem damit, eine EInigung mit Youtube zu finden. Nur die Gema stellt sich da quer und verlangt von Youtube mehr Geld, als die bezahlen können.

    Wenn da nun die Sperrtafeln suggerieren, dass die Gema schuld ist, dann ist das zumindest teilweise durchaus richtig.

  • Hry sagt:

    Kennt jemand das Lied, welches das Video untermalt?

  • Dr. Bakterius sagt:

    Das Youtube sich auf der eigenen Webseite als reines GEMA-Opfer darstellt und versucht, durch einseitige Darstellung der Problematik bei den Nutzern Sympathiepunkte zu bekommen, ist wenig verwunderlich und auch per se nicht verwerflich.

    Demzufolge ist auch der im Blog dargelegte Standpunkt, die GEMA sei Schutzpatron von jungen aufstrebenden Künstlern und überhaupt die letzte Bastion der abendländischen Musikkultur, verständlich – aber eben aus Sicht eines Nutznießers der GEMA geschrieben.

    Den Gesamtgewinn von Google als Argument zu nennen ist ebenso unsachlich wie entlarvend. Relevant wären ja allein die Zahlen von Youtube Deutschland. Und gerade die Tatsache, dass Youtube das Konto dieses unter dem Deckmantel des Fans agierenden Urheberrechtsverletzers gesperrt hat, zeigt, dass die Google-Tochter so unkooperativ nicht ist.

    Die genannten Maximalforderungen der GEMA beruhen auf dem Wunsch, dass die Youtube-Einnahmen die Einnahme-Ausfälle bei Verkäufen ausgleichen. Das wird aber nicht gelingen. Mit einer werbebasierten Webseite lässt sich nun mal nicht annähernd so viel verdienen, wie der kostenlos angebotene Inhalt eigentlich wert wäre.

    Die Lösung kann nur in deutlich reduzierten Lizenzzahlungen liegen. Das ist für Künstler und Firmen sehr ärgerlich und zwingt, neue Einnahmequellen zu erschließen bzw. auszubauen (Konzerte, Merchandising…).

    Wer aber glaubt die Umwälzungen des digitalen Zeitalters ließe sich auf dem Rechtsweg aufhalten, ist ein Dinosaurier und wird dessen Schicksal erleiden.

  • xaan sagt:

    @ Stefan Herwig
    ich bezieh mich mal auf deine Frage an Ano Nym, welche prozentuale Vergütung denn angemessen wäre.

    Wenn ich das richtig verstehe ist es ja gerade die prozentuale Beteiligung an den Werbeverdiensten, die die Gema ablehnt. Die Gema will eine Pauschalvergütung von 0,37irgendwas cent. Pro Klick. Egal ob das Video überhaupt bis zu ende angeschaut wurde und nach den ersten 10 Sekunden wieder geschlossen wurde.

    Youtube sagt daraufhin, dass dann jedes Video das nicht aus sich selbst heraus profitabel ist gesperrt werden müsste. Und das würde ihren Service zu stark verändern, als dass sie sich dem aussetzen wollen.

    Ich halte eine prozentuale Beteiligung an den Werbeeinnahmen durchaus für angemessen. Was ich aber nicht mehr für angemessen halte ist, wenn der Mutterkonzern ständig von hinten Geld reinschieben muss, damit es funktioniert.
    Vor allem auch mit Blick darauf, dass es noch andere Videoportale gibt. Dailymotion. Vimeo. Die haben kein möchtiges Google hinter sich. Die müssen so sehen, wie sie klar kommen. Wenn jetzt die Gema ihre Forderungen durchsetzt, dann erschafft sie damit ein Internet in dem es sich nur noch Youtube leisten kann, Videos von Bands anzubieten. Noch mehr Marktmacht konzentriert sich auf den Konzern Google. Das wollen wir alle nicht.

    Im Sinne eines gut funktionierenden Internets muss eine Vergütung gefunden werden, die ein Videoportal sich auch von selbst leisten kann. Ohne mächtigen Konzern im Rücken. Nur dann kann es unter den Videoportalen eine gesunde Konkurrenz geben.

  • @Dr Bakterius:

    “Das Youtube sich auf der eigenen Webseite als reines GEMA-Opfer darstellt und versucht, durch einseitige Darstellung der Problematik bei den Nutzern Sympathiepunkte zu bekommen, ist wenig verwunderlich und auch per se nicht verwerflich.”

    Ganz so einfach isdt das nicht, denn wenn YouTube auf seiner eigenen Seite Stimmung gegen die GEMA macht – und das tun sie – sagt das viel über das Eigeninteresse von YouTube aus. YouTube argumentiert aber andererseits, dass sie für die Videos selbst nicht verantwortlich sind, und auch kieine Nutzniesser sind. deswegen wollen sie einen betrag zahlen, der knapp an der Schwelle zum “Nichts” steht. Ich hörte was von 4 Stellen hinter dem Cent-Komma (!).

    Die hier kolportierten zahlen von 0,375 cent sind m.E. auch nicht richtig, (und wören auch deutlich zu hoch, da stimme ich den Kommentatoren zu). Ich versuche aber mal herauszufinden, wo die Verhandlungen WIRKLICH lagen.

    In der Zwischenzeit: ich finde es gut, wenn sich hier eine Diskussion entwickelte, die mal darüber nachdenkt, was WIRKLICH verhältnismässige Einnahmen für einen YT Stream wären. Aber bitte eingedenkt der Tatsache, dass es jede Menge illegale Videos auf YT gibt, und das man mittlerwile nahezu alle diese Videos problemlos herunterladen kann.

    Gerade in Kombiunation machen diese beiden Punkte den Knackpunt der Debatte aus.

    @Xaan:
    “ABER: Dann soll er doch bitte die Verantwortung für die konsequente Sperrung auch selbst tragen. Er möchte die Werke aus dem Netz raus haben? Fein. Aber dann doch bitte nicht auf Youtube schieben.”

    Danke für das konstruktive Post! Genau da sind wir beim Knackpunkt der Debatte: Hat YouTube vielleicht doch eine Verantwortung für illegal hochgeladene videos, wenn sie so falsch informieren? Nutzt YT nur seine Meinungsmacht, und beeinflusst gerade die Meinung der Nutzer, indem sie die Schuld für eine Löschung des Videos alleine auf den Rechteinhaber schieben, und nicht den Nutzer kritisierenb?

    das ganze macht gerade das urheberrecht von einem “opt In” zu einem Opt Out” Recht. Und die Rechteinhaber, die den Vorhof von YT mit eiegnen Löschungen und auf eigene rechnung sauber halten, bekommen danach vom Hofbesitzer noch einen “Tritt” mitgeliefert. Nebenbei wird das Urheberrecht komplett entkernt, denn abgesheen von Löschung (mit öffentlichkeitswirksamem Tritt inklusive), oder der kompletten Akzeptanz der YT Geschäftsbedingungen (mit gleichzeitige Beförderung des YT Monopols) bleiben mir als Labelbesitzer keine Alternativen mehr….

    Gruß,

    Stefan

  • Budder sagt:

    @mini

    Zitat:

    “Man nehme das orig. Video zu “Gangnam Style” mit ~1Mrd Views, bei 0.375Cent/View sind das schlappe 3,75Mio Euro – für ein einziges Video.
    verdient(Umsatz) hat Google nach eigenen angaben knapp 5 Millionen. so dann rechnen man noch Hosting, infrastruktur, löhne, abgaben an die werbepartner, und und.
    Da bleibt nicht viel übrig.

    Erst selbst mal nachrechnen bevor man so ein Blödsinn schreibt und macht!”

    Ist Ihnen der letzte Satz nicht peinlich? Sie haben hier eine Milchmädchenrechnung vor dem Herren aufgestellt. Warum sollte YT für alle ~1Mrd Klicks Geld an die GEMA zahlen? Oder wollen Sie mir erzählen, dass alle Klicks dieses Videos aus Deutschland kommen?
    YT müsste natürlich nur für Klicks aus dem deutschen Internet zahlen (technisch ohne große Probleme machbar).

  • Gerade drüber gestolpert, und gleich gepostet, weil es so gut in den Kontext passt:

    Ein Ausschnitt aus einem Panel der Soundtrack Cologne im JAhr 2011 mit einem Statement von Verleger Mark Chung. der geht auch niochmal auf die tafeln ein.

    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=j7_icb2DEhc

    Da wird auch gesagt, was YouTube wirklich bietet, und womit die Verleger rechnen würden, bzw. was sie für fair halten.

    Und danach kommt übrigens ein sehr gutes Statement von Hanf Hafner.

    Gruß,

    Stefan

  • xaan sagt:

    @ Stefan Herwig
    Zitat: “Hat YouTube vielleicht doch eine Verantwortung für illegal hochgeladene videos, wenn sie so falsch informieren? Nutzt YT nur seine Meinungsmacht, und beeinflusst gerade die Meinung der Nutzer, indem sie die Schuld für eine Löschung des Videos alleine auf den Rechteinhaber schieben, und nicht den Nutzer kritisierenb?”

    Das Ding ist ja, dass das Video nur deshalb als “illegal hochgeladen” gilt, weil die Vergütung zwischen YT und der Gema für genau solche Videos nicht geklärt ist. Sobald da eine Vereinbahrung existiert, wird das Hochladen solcher Videos von irgendwelchen Usern plötzlich eine legale und vor allem gewünschte Handlung, an der beide Seiten Geld verdienen.

    Das hochgeladene Video ist also eigentlich nur ein Symptom, nicht Ursache. Wurzel des Übels ist die fehlende Einigung zwischen YT und GEMA. Und die scheitert an unterschiedlichen Ansichten über die Höhe bzw. die Modalitäten.
    Siehe dazu auch mein letztes Posting weiter oben.

  • “Ich halte eine prozentuale Beteiligung an den Werbeeinnahmen durchaus für angemessen. Was ich aber nicht mehr für angemessen halte ist, wenn der Mutterkonzern ständig von hinten Geld reinschieben muss, damit es funktioniert.
    Vor allem auch mit Blick darauf, dass es noch andere Videoportale gibt. Dailymotion. Vimeo. Die haben kein möchtiges Google hinter sich. Die müssen so sehen, wie sie klar kommen. Wenn jetzt die Gema ihre Forderungen durchsetzt, dann erschafft sie damit ein Internet in dem es sich nur noch Youtube leisten kann, Videos von Bands anzubieten. Noch mehr Marktmacht konzentriert sich auf den Konzern Google. Das wollen wir alle nicht.”

    @ Xaan: Da bin ich absolut bei Dir. Deswegen muss ein fairer Tarif gefunden werden, für beide Seiten. Das man nicht erwarten kann, dass YT laufend ein Angebot quersubventioniert ist logisch. Aber wenn du dir das oben verlnkte Videos anschaust, und mal die Hochrechnung mit TKP (Tausenderkontaktpreis) gegen das gegenüberstellst, was YT laut chung zahlen will, dann siehst du, dass sich die wahren zahlen ganz anders verhalten, als die Zahlen die “draussen” kolportiert werden.

    Und: Ziwschen den fällen “illegales Video” und legales, voll lizenziertes Video muss man nochmal unterscheiden, denn – da gehe ich nicht mit dir konform – die haben (fast) nichts miteinander zu tun. Es werden keine Videos illegal auf YT hochgeladen, WEIL die GEMA sich nicht mit YT geeiningt hat.

    Das ist die falsche Kausalität. richtig ist: Müssen die preise auch den fakt berücksichtigen, dass viele Videos aktuel ohne das Einverständnis von Band/Label einfach hochgeladen werden, und kann das weiterhin opportune Praxis bleiben?

    Ich mus sjetzt leider auch ein wenig arbeiten, klinke mich heute abend wieder in die SEHR SPANNENDE Diskussion mit ein.

    gruß,

    Stefan

  • xaan sagt:

    @ Stefan Herwig
    Nochmal zur Höhe der Vergütung:
    ich kann nicht auf der Ebene realer Zahlen argumentieren. Da ich die nicht kenne und auch nicht beurteilen kann, ob die Angaben von dieser oder jener Seite korrekt sind. Selbst wenn ich das könnte, könnte ich wiederum nicht beurteilen, wie viel ganze genau denn jetzt angemessen ist oder nicht.

    Was ich aber sehe ist, dass YT mit den anderen Verwertungsgesellschaften Europas und anderswo auf der Welt eine Einigung gefunden hat. Das legt in meinen Augen den Zugzwang so ein bisschen in die Hände der Gema.

    Und nochmal zu “Video hochgeladen ohne Zustimmung des Rechteinhabers”:
    Die Videos werden ja nun nicht nur von deutschen Usern für deutsche User hochgeladen. YT ist internaional. Da laden auch Amerikaner Let’s Play Videos hoch, in denen sie Videospiele spielen und diese mit Musik unterlegt haben (deren Urheber in Deutschland durch die Gema vertreten sein könnten). Da laden auch Franzosen und Briten und Koreaner ihre Videos hoch. Und die dürfen das.
    Diese Videos – so sie denn Musik enthalten, die möglicherweise Gemapflichtig ist (Gema-Vermutung) – sind dann in der Regel ausschließlich in Deutschland gesperrt, aber überall sonst problemlos sichtbar.

    Inwiefern findet duch solche Nutzung eine Rechtsverletzung durch den User stattgefunden?
    Und was soll Youtube solchen Nutzern aus dem Ausland dann sagen? “Hör mal, das Hochladen des Videos war zwar in deinem Heimatland legal…aber in Deutschland hast du gerade das Urheberrecht verletzt. Wollt’s nur mal gesagt haben. Weitermachen. Schließlich sind deine Uploads unser Geschäftsmodell.” ? ;)

    Youtube ist so viel mehr als nur gerippte CDs oder Aufnahmen von Konzerten. Und selbst das ist nicht überall auf der Welt eine Rechtsverletzung.

    Was also sagt man Lieschen Müller, die vom für Experten formulierten Urheberrecht so viel versteht wie von Quantenphysik? Die eigentlich nur ihr Video vom letzten Kindergeburtstag hochladen möchte, wo ihr Sohn ein Playback-Cover eines durch die Gema vertretenen Künstlers vorführt?

    • @Xaan:

      Ich finde wir sollten hier schon mal festlegen (für uns) wie hoch denn eine faire Vergütung wäre. =,375 cent ist zu hoch, da sind wir uns alle einig.

      Das ist aber auch bnicht wirklich die Zahl, die die GEMA haben will, und auch nicht die, die bei den verhandlungen genannt wird. Das ist die zahl mit der sie gerade beim deutschen patent und MArkenamt argumentiert. Das ist ähnlich wie bei Streikverhandlungen. da fangen die Gewerkschaften auch mit 7,2% Lohnerhöhung an, und wissen, dass sie es nicht bekommen können, und dioe Arbeitgeber stezen 0,9% dagegen, und wissen, dass sie nicht aus der Nummer so billig rauskommen werden. dann eingt man sich irgendwo zwischen 2,1 und 2,8% und geht nach Hause.

      Hier ist das so ähnlich, nur sprechen hier die Leute über eine Erstfestlegung. Ich finde schon, dass man sagen kann: Die Musikrechteinhaber sollten bis zu – sagen wir mal – 40% der Werbeeinnahmen für Musikvideos bekommen. There, I said it. Schaut man sich nun das oben gepostete video von der Soundtrack cologne an, dann geht Mark chung dort von einem Tausenderkontaktpreis von 20€ aus. Nehmen wir man an, dass ist korrekt, dann wäre die daraus resultirende forderung 8€ pro TKP, also 0,08 Cent pro Stream. Jetzt bietet aber Youtube – sagen mir mal – nur 0,004 cent, also ein 20tel dessen, was ich gerade überschlagen habe.

      Wäre es dann noch fair, wenn YouTube sich imme rnoch sperren würde? Weil irgendwann kann der Urheber und auch das Label mit so Winzigbeträgen nicht mehr überleben, das sollte jedem klar sein. Also, wo ziehen wir die Schwelle?

      Gerne mal absolut oder gerne auch relativ zu den Werbeeinnahmen eingeblendet….

      “Und was soll Youtube solchen Nutzern aus dem Ausland dann sagen? “Hör mal, das Hochladen des Videos war zwar in deinem Heimatland legal…aber in Deutschland hast du gerade das Urheberrecht verletzt. Wollt’s nur mal gesagt haben. Weitermachen. Schließlich sind deine Uploads unser Geschäftsmodell.” ? ;)”

      Das ist ja meine Argumentation. im Endeffekt sagen sie das ja, und nicht nur den amerikanischen Nutzern, sondenr auch den deutschen. Und: Wenn sie videosperren, dann (wohl) nur für deutsche IPs.

      “Youtube ist so viel mehr als nur gerippte CDs oder Aufnahmen von Konzerten. Und selbst das ist nicht überall auf der Welt eine Rechtsverletzung.”

      Ja, und schau dir mal, wieviel Kultur aus den Märkten kommt, in denen das keine Rechtsverletzung mehr ist.

      Und ich glaube das berühmte Beispiel vom 3-Jähriugen, der gerade zu Michael Jackson tanzt wird hier deutlich überstrapaziert. Da sist schon lange nicht mehr das problem. Habe noch nie ein Video gesehen, wo irgendein Blag zu unserer Musik tanze, aber trotzdme ist 80% unseres Kataloges Online….

      Und: Was sagt man Liesschen Müller? Liesschen, wenn du nur Musik fremder Leute hochlädst, um deinen Account, deine Webseite oder dein profil zu pushen, so verstösst du gegen unsere Nutzungsbedingungen.
      Wenn du Musik hochladen willst, so brauchst du die Erlaubnis des Rechteinhabers. So schwer ist da snicht.

      Gruß,

      Stefan

  • Vamp898 sagt:

    Also wer seine Musik von YouTube rippt hat sowieso verloren. Geschweigedenn das solche Leute die Musik dann kaufen würden.

    Das ist doch lächerlich. Das die GEMA nicht langsam einsieht wie unnütz sie sind. Plattenlabel und Musiker könne ihre Rechte selber schützen, das schaffen sie überall auf der Welt. Keiner braucht die GEMA dazu.

    Mal davon abgesehen das ich Lied XY noch an 3000000 anderen stellen kostenfrei auf illegale weise im Internet bekommt ohne das die GEMA jemals etwas dagegen tun könnte, aber trotzdem Gebühren kassieren!

    Wenn ich die Musik meiner Band von der GEMA schützen lassen würde, würde mir persönlich das überhaupt garnichts bringen. Nicht eine einzelne Raubkopie würde verhindert werden. Der einzige Unterschied wäre das wir Geld an die GEMA bezahlen müssten und uns mit so sinnlosen Aktionen wie dieser hier auseinander setzen müssten.

    Im aktuellen digitalen Zeitalter hat die GEMA keine existenzberechtiung mehr. Wenn ich jetzt meine Musiksammlung per Email an meinen kumpel sende merkt das die GEMA nicht, wird sie auch nie und hat trotzdem für eine nicht erbrachte Leistung, Gebühren verlangt.

    Ich biete meine Musik per HTTP Server an das ich immer von überall aus meine Musik hören kann für die ich bezahlt habe. Mein Server ist nicht geschützt; wenn ich die IP-Adresse jetzt 5 Leuten weitergebe haben die sofort meine gesamte Musiksammlung. Wo ist da die GEMA? Wo schützt die GEMA da die Musiker? Nirgends!

    Nicht zu vergessen das wir auf praktisch jedes Speichermedium eine Gebühr bezahlen weil die GEMA ja eh damit rechnet das wir raubkopieren. Also haben wir theoretisch im Voraus dafür bezahlt, müssten im Straffall trotzdem die volle Summe zahlen.

    Wofür also die Gebühr auf den Speichermedien? Dass die Taschen der GEMA voll werden!

    Und dann wundert sich die GEMA ernsthaft warum sie der Buh-Mann sind? Das wäre wie wenn die GEZ sich wundern würde warum keiner sie mag. Die GEZ wissen dass sie jeder Hasst, aber denen ist es egal da ja keiner was dagegen tun kan. Die finden sich einfach damit ab.

    Das sollte die GEMA auch langsam tun. Der Sinn und Zweck der GEMA, im aktuellen Zeitalter, ist es Geld zu verdienen; sie hat nicht mehr die Möglichkeit die Rechte der Musiker ernsthaft zu schützen. Sollen sie doch froh sein das es sie überhaupt noch gibt und nicht rummnörgeln das sie keiner mag weil sie noch mehr Geld wollen.

    Wenn Lied XY auf YouTube gesperrt ist hat man mit einer einzelnen Google Suche das Lied trotzdem, also eine verlogene ausrede das es hier um die Rechte der Musiker gehe.

    Beispiel: http://bit.ly/VkWQlK

    Wird jetzt bald Google zensiert? Werden bald unsere Ohren eingetackert damit wir keine illegale Musik mehr höeren können oder bekommen von Geburt an einen Chip der Musik, die wir nicht bezahlt haben, ausblendet?

    Nein, also ist die Diskussion über Youtube 100% Nutzlos.

    Go home GEMA, youre drunk!

  • Vamp898 sagt:

    Kleine Randnotiz zu meiner letzten Angabe.

    Das bezog natürlich auf diesen Zusammenhang. Die GEMA übernimmt ja immer den “Mittelsmann” beim “Gebühreneintreiben” und erledigt in diesem Sinne ja auch die Arbeit.

    Was ich allerdings happig finde da hier 13% Verwaltungsaufwand abgezogen werden.

    Das heisst lasse ich CDs Pressen und muss dafür 1000 € GEMA Gebühr bezahlen (als GEMA Mitglied) bekomme ich am ende 870 €.

    Da die GEMA kein Gewinn macht nennt man diese 13% “Verwaltungsaufwand”.

    Das heisst bei 1 Milliarde Gebühren hat die GEMA 130 Millionen € “Verwaltungsaufwand”.

    Die scheinen gut bezahlte Mitarbeiter zu haben ;)

    Aber muss jeder selber wissen ob es ihm die 13% Wert sind für einen Mittelsmann zu bezahlen. In diesem Sinne lasse ich die Existenzberechtigung mal angefochten.

  • mk sagt:

    Stefan, Du bist doch Kaufmann!

    “dann wäre die daraus resultirende forderung 8€ pro TKP, also 0,08 Cent pro Stream.”

    Forderung 8€ pro TKP
    => 800 Cent je Tausend Klicks
    => je Klick 0,8 Cent

    Die 0,375 Cent sind daher sehr moderat in meinen Augen.

  • xaan sagt:

    @ Stefan Herwig

    Nochmal zur Höhe der Vergütung:
    Man sollte nicht außen vor lassen, dass Infrastruktur und Betrieb von Youtube nicht kostenlos ist. Hin- und wieder fallen danna uch noch hohe Anwaltskosten an, das lässt sich gerade dort ja nicht vermeiden.

    Was ist also eine angemessene Vergütung? Eine die es Youtube erlaubt, aus sich selbst heraus profitabel zu sein. Also ohne Unterstützung durch den Mutterkonzern.
    Wie doch die überhaupt sein kann, das kann ich wiederum nicht beurteilen. Ich weiss schlicht nicht, ab wann es für YT unprofitabel würde.

    Dass sich beide in der Mitte treffen müssen, steht denke ich außer Frage. Während des gesamten Streits habe ich aber auf beiden Seiten keinerlei Bewegung gesehen. Oder ich habe es nicht mitbekommen.

    Zitat: “Ja, und schau dir mal, wieviel Kultur aus den Märkten kommt, in denen das keine Rechtsverletzung mehr ist.”
    Das ist jetzt aber sehr polemisch. Es kommt eine ganze Menge an Kultur von dort zu uns rüber. Als Beispiel nenne ich jetzt mal großartige Serien wie Breaking Bad oder Game of Thrones – etwas das bei uns weder das private noch das ÖR Fernsehen gebacken bekommt.
    Aber um bei Youtube zu bleiben: es gibt haufenweise Videos, die auf popkulturelle Dinge Bezug nehmen, indem sie sie Remixen, parodieren oder kritisieren. Remix ist durch Youtube eine Kultur geworden. Eine die es bei uns nicht gibt, weil jeder Schnipsel der fremde Rechte berührt sofort gesperrt wird.

    Zitat: “Und: Was sagt man Liesschen Müller? Liesschen, wenn du nur Musik fremder Leute hochlädst, um deinen Account, deine Webseite oder dein profil zu pushen, so verstösst du gegen unsere Nutzungsbedingungen.
    Wenn du Musik hochladen willst, so brauchst du die Erlaubnis des Rechteinhabers. So schwer ist da snicht.”

    Die Crux dabei ist ja gerade: was Lieschen Müller da tun möchte wäre beispielsweise in den USA durch Fair Use gedeckt und somit vollkommen legal. Sie macht nichts anderes als ein anderer Youtube-User. Sie sitzt nur im falschen Land.
    Das ist in meinen Augen eine unbedingt veränderungsbedürftige Situation.

    • @Xaan
      „Man sollte nicht außen vor lassen, dass Infrastruktur und Betrieb von Youtube nicht kostenlos ist. Hin- und wieder fallen danna uch noch hohe Anwaltskosten an, das lässt sich gerade dort ja nicht vermeiden.“

      Absolut. Das soll bei anderen Beteiligten in der Debatte ja auch nicht groß anders sein. Ivch glaue die Anwälte von GEMA arbeiten auch nicht für Backsteine, und auch Künstler und Musiker brauchen Infrastruktur (Studio, Mastering). Auf einem Kamm geblasene Dubstep-tracks verkaufen ist eher schwer. Insofern gilt das für alle Beteiligten.
      „Was ist also eine angemessene Vergütung? Eine die es Youtube erlaubt, aus sich selbst heraus profitabel zu sein. Also ohne Unterstützung durch den Mutterkonzern.
      Wie doch die überhaupt sein kann, das kann ich wiederum nicht beurteilen. Ich weiss schlicht nicht, ab wann es für YT unprofitabel würde.“

      Jein. Natürlich kann YouTube keine Kosten akzeptieren, die es in die Defizit-Zone bringen würde. Das ist logisch. Aber das heißt nicht automatisch im Umkehrschluss, dass auf der anderen Seite GEMA/Künstler Angebote annehmen müssen, die zwingend eine Entwertung von Musik bedeuten würden.

      Vielleicht liegt der Disput also auch im Geschäftsmodell selbst begründet. Ein (übertriebenes) Beispiel: Ich betreibe eine Imbissbude, und möchte dort einen Pianisten beschäftigen, auf Basis der Einnahmen. Das soll jetzt aber ein Starpianist sein, die Musik soll schon nach was klingen. Dem biete ich jetzt 20% der Einnahmen an, jeden Abend. Alles andere wäre für mich kommerzieller Selbstmord, schließlich ist das eine Imbissbude. Jetzt kann ich – sagen wir mal – im Mittel 100€ pro Abend anbieten. Darauf will der Pianist aber nicht eingehen. Ich kann nicht mehr bieten. Wir werden uns nicht einig. An wem liegt es? Nun? Vielleicht liegt es an der Geschäftsidee selbst.
      Nun zurück zu YouTube: YT und GEMA streiten auch deswegen über die Höhe der Tantiemen, weil YT bewusst sagt: Ist doch gar nicht unser Content, wir laden doch hier nix hoch, wir möchten nur den Urheber entlasten. Das ist eine ungeklärte frage, und daranentzündet sich die debatte. Im endeffekt schlägt das aufs YouTube Geschäftsmodell zurück. Können wir wirklich das YT Geschäftsmodell akzeptieren, solange keine Kontrolle über die Videos besteht, solange YT die Verantwortung ablehnt und trotzdem einen Präzedenzfall schafft, dass Musik für den Kunden komplett kostenlos sein muss? Auch darüber wird gestritten. Das Argument mit den 45 Verwertungsgesellschaften mit denen sich Yt geeinigt hat, kann man auch umdrehen: die GEMA hat sich in Deutschland auch mit einem Dutzend Streaming- nnd Videoplattformen geeinigt (Spotify, Deezer, Simfy). YouTube will aber prinzipiell die gleiche Leistung einkaufen, ohne dem Kunden Geld dafür abzunehmen. Und sie wollen weniger dafür zahlen (was man annehmen kann, sonst hätte sich die GEMA ja mit den anderen Jungs nicht geeinigt.
      Manche waren und Leisutngen haben also preise, die man irgendwann nicht unterbieten kann. Ch glaube in der Tat, dass es sich in diesem Falle so verhält.

      Last not least Dein Argument zur Remix- und Samplingkultur: Hier bin ich echt nicht bei dir, und ich sehe auch diese „großartge Remixkultur“ nicht. Wenn sich irgendjemand hinsetzt, und einen tollen Remix macht, dann kann er dem durchaus mal dem Rechteinhaber schicken. Die meisten haben nichts gegen großartige Bearbeitungen (manche zahlen sogar gutes Geld dafür). Aber eine Fair Use Klausel würde den Rechteinhabern die Zustimmungspflicht entziehen. Es gäbe jede Menge Trittbrettfahrer, die versuchen würden, sich an den Status eines bekannten Künstlers anzuhängen, es gäbe auch jede Menge fragwürdige Bearbeitungen. Außerdem ist das Festlegen einer eindeutigen Fair Use Grenze eher problematisch. Man kann keine klare Grenze ziehen: Ist das noch ein Remix oder schon eine Enteignung? Das entfacht in den USA jede Menge Prozesse und Klagen. Nein, da ist eine Klare Grenze besser fürs Urheberrecht als eine unklare.
      Gruß,

      SH

  • Ares sagt:

    Im 1. Fall trifft der vorgeschlagene Text den Sachverhalt wohl eher als der Youtubetext. Im 2. Fall aber ist der Youtubetext juristisch gesehen korrekter. Jemand, in diesem Fall M..M..M.., hat den Urheberrechtsanspruch nur geltend gemacht. Ob der auch besteht, oder ein Irrtum vorliegt, überprüft Youtube nicht (wäre viel zu aufwändig). Der vorgeschlagene Text “… der Nutzer … nicht über die erforderlichen Rechte verfügte” wäre eine Behauptung, die, falls einmal doch nicht richtig, eine Verleumdungsklage des Nutzers gegen Youtube nach sich ziehen könnte. Auf die internationale Dimension des Problems wurde ja schon von xaan hingewiesen. Es kommt durchaus vor, dass Youtube “Copyright infringement notices” erhält für Videos die zum Teil vom Rechteinhaber in einem anderen Land völlig legal hochgeladen worden sind. Daher wäre eine pauschale öffentliche Kritik des hochladenden Nutzers auf der Sperrtafel juristisch heikel.

  • Ares sagt:

    Die überwiegende Mehrzahl der geklickten Videos sind legal im Auftrag von Rechteinhabern hochgeladen, lediglich in Deutschland hat YouTube keine Rechte dazu erworben. Ein paar Beispiele:

    Adele – Skyfall, hochgeladen von AdeleVEVO, weltweit 39 MKlicks

    Lena – Stardust, hochgeladen von LenaVEVO, weltweit 0.6 MKlicks

    Aus dem klassischen Bereich:

    Strauss: Also sprach Zarathustra / Dudamel · Berliner Philharmoniker, hochgeladen von BerlinPhil, weltweit 33 kKlicks

    Eine pauschale Vergütung von 40% der Werbeeinnahmen scheint viel zu hoch, wenn man berücksichtigt, dass die Mehrzahl der Klicks auf Videos erfolgt, die legal und eigentlich kostenlose Werbung sind. Laut
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/keine-einigung-zwischen-youtube-und-gema-acht-prozent-auf-alles-12044885.html
    hat Youtube pauschal 8% angeboten, was von der GEMA abgelehnt wurde.

    Die GEMA will gar keine pauschale Vergütung, sondern Abrechnung je nach Video. Das scheint gerechter, dann wird aber Youtubes Aufwand für die weniger oft geklickten Videos so gross, dass Youtube dafür seine Plattform nicht mehr zur Verfügung stellen würde.

  • xaan sagt:

    @ Stefan Herwig

    Zitat: “Jein. Natürlich kann YouTube keine Kosten akzeptieren, die es in die Defizit-Zone bringen würde. Das ist logisch. Aber das heißt nicht automatisch im Umkehrschluss, dass auf der anderen Seite GEMA/Künstler Angebote annehmen müssen, die zwingend eine Entwertung von Musik bedeuten würden.”
    + Pianisten-Imbissbuden-Beispiel

    Der springende Punkt ist ja, dass der Präzedenzfall bereits längst geschaffen worden IST.
    Die meisten von der Sperrung betroffenen Videos sind ja eigentlich nur noch in Deutschland gesperrt, aber im Großteil des Rests der Welt problemlos abrufbar. Und das mit Zustimmung der Label (die ihre Musik oft sogar selbst hochladen) und mit Zustimmung anderer Verwertungsgesellschaften.
    Allein in Deutschland schwelt der Vergütungskonflikt noch.
    Und das macht das Argument, es ginge um die Verhinderung der Entwerdung von Musik in meinen Augen schlicht unglaubwürdig. Ginge es tatsächlich darum, dann hätte YT/Google auf der gesamten Welt viel mehr und viel größeren Widerstand durch Labels, Künstler und Verwertungsgesellschaften erfahren müssen. Haben sie aber nicht.

    Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass es gar nicht so sehr die Künstler und Label sind, die da einer Präsenz auf Videoplatformen entgegen stehen, sondern hauptsächlich die Gema. Die beteuert natürlich das alles nur im Interesse ihrer Mitglieder zu tun. Aber angesichts obigen Arguments habe ich da so meine Zweifel.

    Zitat: “eine Fair Use Klausel würde den Rechteinhabern die Zustimmungspflicht entziehen. Es gäbe jede Menge Trittbrettfahrer, die versuchen würden, sich an den Status eines bekannten Künstlers anzuhängen, es gäbe auch jede Menge fragwürdige Bearbeitungen.”

    Schlussfolgernd daraus sollten wir in den USA all das bereits sehen. Denn dort gibt es eine Fair Use Regelung.
    Interessanterweise passiert aber genau das nicht. Zumindest nicht in einem Umfang, der besorgniserregend wäre.
    Stattdessen bekommen wir soetwas: http://www.youtube.com/watch?v=7PQMLlTqJj8 (es hilft, das Original zu kennen).

    Ich sehe dahinter weder eine Gewinnerzielungsabsicht, noch eine Entwertung des Originals. Was ich aber sehe, ist viel Spaß und einen kulturellen Gewinn.

  • Bernd sagt:

    >Ich finde die Logik interessant, dass Künstler dann nicht “mitreden” dürfen/sollten, wenn sie “kaum Platten verkaufen”. Interessante Auffassung von Meinungsfreiheit…

    Sieht die GEMA scheinbar genauso und hat deshalb hohe Hürden aufgebaut, damit man dort ordentliches Mitglied werden kann.

    • @Bernd: Also vorher gibt es ja noch angeschlossene und ausserordentliche Mitgleider bei der GEMA. Es ist nicht so, als wenn die garnicht zu sagen hätten. Und: die Hürden für die ordentlichen Mitglieder sind gar nicht so hoch, wie immer behauptet. Trotzdem kann man durchaus argunentieren, dass diese “3-Klassen-Mitlgiedschaft” bei der GEMA die kleineren Mitglieder ausbremst, bzw. das Mitspracherecht verzerrt. Es gibt aber auch woh verdammt viele Mitglieder, die theortisch ordentliche Mitglieder werfden könnten, sich aber einfach darum nicht kümmern. Da wollen wir demnächst mal einen Artikel zu machen.

      Trotzdem ist es polemisch zu behauptetn, die Mitgliederstruktur wäre bewusst so gewählt, um Meinungsäusserungen zu verhindern. da shat wenig mit dem Thema hier zu tun.

  • Steinzeit sagt:

    Wie schon so oft gesagt, ist es absolut sinnbefreit Youtube hier als Bösewicht darzustellen. Tatsache ist, dass es in anderen Ländern reibungslos funktioniert und nur die GEMA (mal wieder) absurde Gedanken hegt. Den schlechten Ruf hat sich die GEMA schon vollkommen selbst erarbeitet, ohne das Zutun von Youtube. Dass weiterhin in unserem Land das Urheberrecht eigentlich nur noch als Grundlage zur Abzocke eine Daseinsberechtigung zu haben scheint mag eine extreme Ansicht sein, dennoch liegt die Realität gar nicht mehr so weit entfernt davon (Deutschland das Land der Abmahnungen; bestes Beispiel nebst der Abmahnkanzleien in letzter Zeit wohl der Fall “Weltuntergangsparty”).
    Wieviel bekommt der “ehrenamtliche” Vorsitzende der GEMA nochmals als Vergütung? Lag der Betrag nicht etwa bei ca. einer halben Million Euro im Jahr? Warum stecken kleine Bands teilweise nochmals mehr Geld in die GEMA als sie am Ende heraus bekommen? Wer das System der GEMA rechtfertigt kann nur ein Anhänger der wunderbaren Abzockkultur unseres Landes sein. Wenn die GEMA solch eine Bereicherung für die Musiker ist, frage ich mich doch, warum so viele (auch sehr bekannte) Musiker die GEMA “verachten”.
    Ich finde der Beitrag von heise.de hat diesen Artikel so oder so ad absurdum geführt.

    Zum Abschluss ein Zitat der doch so unerfolgreichen Gruppe Deichkind zum Thema GEMA:
    “Ihr seid Evolutionsbremsen”

    • @Steinzeit

      Also ich glaube nicht, dass wir YouTube als “Bösewicht” hinstellen wollen, ich glaube in dieser debatte nicht an “Bösewichte” und Gutmenschen. Firmen streiten halt um Gewinnanteile, das ist – erst einmal – ein ganz “normaler” Prozess den wir in einer Wirtschaftsgesellschaft tagtäglich erleben.

      Es wird lediglich da unfair, wo das eine Unternhemen eine gewisse Medienmacht einsetzt. Sie behaupten. den schlechten Ruf habe sich die GEMA selbst erarbeitet. Ich glaube das ist nicht ganz korrekt. Ich glaube dass viele Kritiker nicht mal ansatzweise Funktion und Zweck der GEMA verstanden haben.

      Ich glaube dazu gehören sie auch, wenn sie urheberrecht als ein Mittel zur “Abzocke” verstehen. Ohne dieses “abzock-Urhebrrecht” würden sie warhscheinliuch mehr als 90% der Medieninhalte die sie so konsumieren nicht sehen, schlicht weil sie nicht produziert würden. Nicht alle Medieninhalte lassen sich als reine Werbeträger produzieren. Und die, auf die das nicht zutrifft, die werden ohne urheberrecht nicht geschaffen.

      Aber ich glaube es fehlt vielen Leuten anstattdessen für eine Sensibilität, dass wir diese hohe Anzahl an Gütern nur deswegen konsumieren dürfen, weil sich ein paar Leute auf die finanzierung einlassen, weil sie mit dem urheberrecht dann auch diese finanzierung – hoffentlich mit Gewinn – zurückholen können. Wenn Sie nicht verstehen, dass auch sie von diesem System profitieren, und es anstattdessen nur als “Abocke” empfinden, dann haben sie entweder kein Wertempfinden für diese ganzen Kulutrgüter mehr, oder es ist ihnen ziemlich egal, ob die Urheber die daran mitgearbeitet haben, fair entlohnt werden.

      “Wer das System der GEMA rechtfertigt kann nur ein Anhänger der wunderbaren Abzockkultur unseres Landes sein.”

      Das ist eine wunderbare Scheinlogik, die sie hier aufmachen, die kaum Differenzierungsvermögen erkennen lässt. Weil wir einmal in einem Konflik eher auf Seiten der GEMA positioniert sind, müssen wir Anhänger einer von ihnen festgestellten “Abzocke” sein? Interessante Logik. Die GEMA bietet durchaus Anlass zur Kritik, aber nicht in dem Rahmen, in dem Sie es darstellen. Nein, vom Ansatz ist die GEMA sehr sinnvoll. Ich glaube sie haben sich erfolgreich meinungsradikalisiert. Vielleicht abkühlen, mal ein Bad nehmen , einmal ums Haus laufen, nachdenken, wiederkommen. Wir diskutieren gerne weiter, sobald Sie sich den schaum vom Mund gewischt haben.

      Gruß,

      Stefan

      PS.: Deichkind sind GEMA-Mitlgieder. Und nun?

  • Steinzeit sagt:

    oder aber auch

    “Man darf sich die Frage stellen, warum eine Einigung zwischen Verwertungsgesellschaften und YouTube in vielen Musikmärkten möglich ist, nicht aber in Deutschland, dem wichtigsten Markt Europas”
    Frank Briegmann, Deutschland-Chef von Universal Music.

    “Einige (Gema-)Mitglieder scheinen noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen zu sein”.
    Deutschland-Chef von Sony Music, Edgar Berger

  • Steinzeit sagt:

    Nun, dass dieser Artikel parteiisch ist, können Sie wohl schlecht abstreiten. Youtube wird mangelnde Fairness etc vorgeworfen, während die Vorgehensweise laut anderen Quellen absolut nachvollziehbar ist. Hier ist nur eine absolut subjektive Meinung aufgezeigt, die noch lange nicht den Tatsachen entsprechen muss. Ob man in diesem nun das Wort Bösewicht gebraucht oder nicht, tut eigentlich gar nichts zur Sache. Die Grundintention bleibt die gleiche.

    Firmen streiten um Gewinnanteile. Das ist richtig. Leider ist die GEMA jedoch ein Verein was direkt etwas ganz anderes ist. Sie können glauben was Sie wollen. Wenn es ihre Ansicht ist, dass ich den Zweck der GEMA nicht verstanden habe, so ist dies für Sie auch so.
    Allerdings glaube ich, dass Sie nicht verstehen, dass die meisten sehr wohl die GEMA als Grundgedanken als sinnvoll erachten, aber nicht in der Art wie es zur Zeit der Fall ist. Die GEMA der heutigen Zeit ist leider nur ein schlechter Witz und steinzeitlich. Der schlechte Ruf ist Eigenverschulden. Ein Beispiel gefällig? Gebühren auf Datenträger. Ich zahle also quasi der GEMA eine Gebühr dafür, dass ich z.B. selbst erstellte Bilder auf ein Medium bringe. Und warum? Weil die GEMA jeden Käufer eines beschreibbaren Mediums scheinbar automatisch als (nicht nur) potentiellen Raubkopierer ansieht.

    Und ja, das Urheberrecht dient heute hauptsächlich als Mittel der Abzocke. Wer davor die Augen verschließt ist realitätsfremd. Dass Sie allerdings nun interpretieren, dass es in meinen Augen keinen anderen Sinn und Zweck erfüllt, finde ich schade. Die Urheberrechtsbestimmungen in Deutschland sind dennoch im Vergleich mit anderen Ländern sehr leicht für kriminelle Zwecke auszunutzen. Und dies wird von zum Beispiel in Form von Serienabmahnungen auch getan. Alles unter dem Schutz des deutschen Urheberrechts. Das heißt nicht, dass ich ein Urheberrecht als solches rigoros ablehne. Ich wünsche mir nur eines, das ausschließlich den eigentlichen Sinn erfüllt. Und brauchen wir dafür wirklich einen Verein, der sich die Taschen vollstopft? Oder das Geld sehr dubios weiterverteilt?

    Sie missverstehen leider vollkommen, was ich sage. Die Abzocke bezieht sich auf den Schindluder der mit dem Urheberrecht getrieben wird. (Ca 600€ für einen einzelnen runtergeladenen Song als Beispiel abgemahnt durch eine spezialisierte Kanzlei. Keine Abzocke? Alles klar..).
    Ich kann nur wiederholen, ich bin weder gegen ein sinnvolles Urheberrecht, noch jemanden der dies fair und sinnvoll durchsetzt. Aber dies ist nunmal zur Zeit nicht der Fall. Das Problem ist gerade, dass Künstler NICHT fair entlohnt werden. Die Verteilung der Gelder ist nicht fair und absolut nicht nachzuvollziehn.

    Verwunderlich finde ich allerdings, welche Schlüsse Sie immer schnell ziehen und sich angegriffen fühlen. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass wer das System der GEMA rechtfertigt .. und so weiter und so fort. Dass Sie sich dadurch direkt in die Defensive gedrängt fühlen war weder meine Absicht noch ist es mein Problem. Tatsache ist, der Zweck der GEMA und die aktuelle Handlungsweise der GEMA sind zwei paar Schuh.

    Deichkind sind GEMA Mitglieder. Ich schätze einfach mal Universal Music und Sonic Music ebenso. Ich bin deutscher Staatsbürger. Heißt dies nun, dass ich alles gutheißen muss, was die Regierung entscheidet oder tut?

    Es tut mir leid, wenn meine Aussagen recht radikal erscheinen. Dies schien mir allerdings die passende Antwort auf den subjektiven und populistischen Artikel, sowie den letzten Absatz ihres Posts.
    Ich frage mich allerdings, ob Sie den Artikel von heise.de überhaupt gelesen haben.

    • “Nun, dass dieser Artikel parteiisch ist, können Sie wohl schlecht abstreiten”

      Der Artikel hat eine Meinung. Haben sie probleme mit Meinngen? Zwischen “Meinung vetreten” und “PArteilichkeit” ist aber ein unterschied. Sie setzen diese beiden Sachen gleich.

      ” Youtube wird mangelnde Fairness etc vorgeworfen, während die Vorgehensweise laut anderen Quellen absolut nachvollziehbar ist.”

      Quelle? Wer sagt, dass YouTubes Vorgehen absolut nachvollziehbar ist? wer bezieht sich dabei auf die Tafeln? Findet irgendjemand gut, dass es ein NDA bei den Verhandlungen mit der GEMA gibt, so dass niemand weiss, wieviel dort geboten werden soll?

      “Wenn es ihre Ansicht ist, dass ich den Zweck der GEMA nicht verstanden habe, so ist dies für Sie auch so.
      Allerdings glaube ich, dass Sie nicht verstehen, dass die meisten sehr wohl die GEMA als Grundgedanken als sinnvoll erachten, aber nicht in der Art wie es zur Zeit der Fall ist. Die GEMA der heutigen Zeit ist leider nur ein schlechter Witz und steinzeitlich. Der schlechte Ruf ist Eigenverschulden. Ein Beispiel gefällig? Gebühren auf Datenträger. Ich zahle also quasi der GEMA eine Gebühr dafür, dass ich z.B. selbst erstellte Bilder auf ein Medium bringe. Und warum? Weil die GEMA jeden Käufer eines beschreibbaren Mediums scheinbar automatisch als (nicht nur) potentiellen Raubkopierer ansieht.”

      Sie haben es whl nicht so mit der Abstufung von Schwarz-weiss Schattierungen, oder? Niemand behauptet, die GEMA sei perfekt, und die Art wie sie aktuell zum beispiel Lizenzen verteilt, ist sicher optimierungswürdig. Aber dann zu schließen, die Firma sei “ein schlecther Witz” ist ähnlich undifferenziert, wie vorher ihre vermischung von “Meinung” und “Parteilichkeit”.

      Noch besser wird es bei ihren meinung zur Leermedienabgabe. Sie haben auch hier nicht verstanden, wofür diese erhoben wird. Diese Abgabe wird erhoben, damit Sie privatkopien von urheberrechtlich geschützten Inhalten machen DÜRFEN. In die Höhe der Abgabe ist übrigens das Nutzerverhalten eingepreist. Soll heissen: Weil nur 50% der CD-Rs damals mit Musik bespielt wurden, war der Musikanteil bei der Leermedienabgabe auch nur 50% so hoch, wie er hätte sein müssen. Sie erhalten also einen Leermedientonträger, it dem sie legal Privatkopien von urheberrechtlich geschütztem Material erstellen dürfen. Das ist mit in den endverkaufspreis eingefügt, sie müssen nichts tun. Die leermedienabgabe war so niedrig, dass CD-Rs zum schluss nur noch 0,12€ pro Stück gekostet haben (50er Pack). was meinen sie wie hoch die leermedienabgabe daran war?

      Das wissen sie sicherlich nicht, es ist ihnen auch egal, denn ihnen reicht der unbestimmte Gedanke mal wieder irgendwo für irgendwas abgezockt worden zu sein.

      Auch haben ihre Anwürfe hier nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun. Wir sind von ihrer GEMA-Animosität über das “Abzock-urheberreecht” zur Leermedienabgabe gekommen, und gleich landen wir auch noch bei den berühmten Abmahnungen. sorry, aber das ganze dreht gerade Off Topic auf eine Weise, die die ganze diskussion hier nur noch aus dem Kontext wirft.

      Es bleibt mit nur noch anzufügen, dass bei den Abmahnungen die Abmahngebühren nicht für “Heruntergeladene Songs” fällig werden, sondern für den illegalen Upload auf P2P Netze, also für eine illegale zurverfügung-stellung voin Material, welches einem nicht gehört. Auch hier sie das Prinzip nicht im Ansatz verstanden, was sie aer nicht dran hindert weiterhin mit schaum vor dem Mund weiter zu diskutieren. Mein vorschlag: Informieren sie sich mal, gehen sie mal auf Wikipedia, schlagen sie “leermedienabgabe”, “Urheberrecht” und “GEMA” mal nach, und versuchen sie zu verstehen, welcher Sinn hinter solche Institutionen liegt. Dann wird Ihnen auffallen, dass da ein sehr komplexes Backend dahinter liegt, welches unter Anderem veriuscht, dem nutzer soviele Barrieren wie möglich aus dem Weg zu räumen, und das Leben so einfach wie möglich zu machen, hinsichtlich des Umgangs mit fremden Dateien, Privatkopien und Nutzungen überhaupt.

      Sorry, dass ich ihnen also so garnicht zustimmen kann, was ihre Argumente und auch ihre Beurteilung der Sachlage angeht. Aber sie sollten wirklich versuchen, weniger in diesen absluten Schwarz-Weiss-Einteilungen zu denken.

  • xaan sagt:

    @ Stefan Herwig

    Zitat: “Es bleibt mit nur noch anzufügen, dass bei den Abmahnungen die Abmahngebühren nicht für “Heruntergeladene Songs” fällig werden, sondern für den illegalen Upload auf P2P Netze, also für eine illegale zurverfügung-stellung voin Material, welches einem nicht gehört. Auch hier sie das Prinzip nicht im Ansatz verstanden, was sie aer nicht dran hindert weiterhin mit schaum vor dem Mund weiter zu diskutieren.”

    Ich hatte mich eigentlich bisher ‘rausgehalten, aber auf den Punkt muss ich noch mal was sagen. Es ist eine Sache, wenn ein Uploader für seine Tat auch eine angemessene Strafe / Schadensersatz zahlen muss. Es ist eine völlig andere, wenn die Abmahnkosten in keinem Verhältnis mehr zum tatsächlich angerichteten Schaden stehen.
    Da wird regelmäßig ein Streitwert von 10.000 Euro oder mehr festgelegt. Ohne Berücksichtigung wie lange das Stück vom Uploader überhaupt illegal verfügbar gemacht wurde, ohne Berücksichtigung, welche Upload-Bandbreite der Uploader hat….unterm Strich also ohne Berücksichtigung wie viele Personen überhaupt die Chance gehabt haben können, das illegal geteilte Stück vom Uploader herunterzuladen.

    Und dabei sind wir hier noch gut dran. Wenn ich mir die Millionenzahlungen ansehe, die etwa in den USA in Filesharingfällen den Rechteinhabern zugesprochen wurden, wird mir ganz anders.

    Wenn “Strafe” (absichtlich in Anführungsstrichen) nicht ein mal annähernd im Verhältnis zur Tat / zum angerichteten Schaden steht, braucht man sich über Akzeptanzprobleme nicht wundern.

  • Esther Mai sagt:

    Lieber xaan,

    ich finde, dass Ihre Vergleiche ein klein wenig hinken. Die Strafen mögen vielleicht in keinem Verhältnis zum Schaden stehen, aber genau das finde ich auch richtig. Es geht ja bei der Strafe auch nicht um einen Ersatz für den entstandenen Schaden, sondern auch um Abschreckung.
    Warum haben beispielsweise gerade jetzt viele Städte die Strafen fürs Falschparken angehoben? Weil sich viele dachten, dass man es ruhig drauf ankommen lassen kann, wenn das Knöllchen genauso viel wie das Ticket kostet.Jetzt kostet das Knöllchen dreimal so viel – und fast alle bezahlen brav ihr Parkticket.

    MfG,

    Esther Mai

  • xaan sagt:

    Wenn die Strafe für’s Falschparken bisher so niedrig war, dass es niemanden interessiert hat, war sie vielleicht zu niedrig. Daraus ergibt sich aber noch kein Rückschluss, ob ein Streitwert von zehntausend Euro für ein paar Musikdateien gerechtfertigt ist. Oder gar die Millionenurteile, die wir aus den USA her kennen.
    Das nur so zum Thema hinkende Vergleiche…

    Es entspricht dem moralischen Kompass unserer Gesellschaft, dass die Strafe nicht härter ausfallen muss, als es für die Tat zwingend notwendig ist.
    Wenn es bei der Rechtsdurchsetzung nur noch allein auf den Abschreckungseffekt ankäme, dann könnte man sich die Mühe sparen, eine angemessene Strafe zu finden.

    Ein Glück, dass wir in einer solchen Gesellschaft nicht leben.

  • Also ich glaube man muss hier differnzieren zwischen zivil- und strafrechtlichem Strafmaß und auch den Anspruch den solche Strafen haben. Aber anderererseits muss man auch erkennen, dass für Label diese Veröffentlichungen einen immensen Gegenwert repräsentieren.

    Ich betreibe ja selber ein Indielabel und jede veröffentlhchung repräsentiert hier einen Gegenwert von 5.000 bis zum 50.0000 €. Wenn diese Alben nun unkontrollliert im Internet ANGEBOTEN werden, so ist die Wahrscheinlichkeit, diese Kosten wieder einzuspielen, deutlich geringer. Der Uploader sieht das lkaum, aber er erzeugt einen immensen Schaden.

    Als Abgemahnter sieht er immer nur den Gegenwert eines Musikstückes oder eines Albums für das er abgemahnt wird. Das hat für ihn einen monetären gegenwert von 0,99 Cent (iTunes Standardpreis), oder vielleicht 15€ (CD-Album Standardpreis).

    Der SCHADEN, den er aber durch das öffenliche ANGEBOT anrichtiget, ist wahrscheinlich vielfach höher, und die Ermittlung von IP-Addresse bis hin zum Namen der Verletzers extrem aufwendig.

    Darüber hinaus sehe ich nur Leute, die sich beschweren sie würden ständig für ein einzelnes Stücvk abgemahnt, als wenn alle Leute einen P2P Client instaölieren, um sich EIN MUSIKSTÜCK herunterzuladen.

    Wir wissen alle, dass es in der repräsentativen Praxis eher Hunderte bis Tausende Tracks sind, die man sich so aneignet, und gerne auch mal wieder anbietet.

    Ich fiinde es schade, dass das ursprüngliche Thema GEMA/YouTube jetzt hier so unter die Räder gerät, zugunsten irgendeiner gestrigen Abmahndebatte, die m.E. mittlerweile eh’ voll an der Realität vorbeihgeht, weil kaum noch jemand in Deutschland P2P oder Bit Torrent Netzwerke benutzt. Die Piratenkarawane ist längst in eine andere Richtung weitergezogen, insofern ist diese ganze Abmahndebatte m.E. von vorgestern.

    Gruß,

    Stefan

  • xaan sagt:

    Wie viel Schaden da durch einen einzelnen Nutzer überhaupt verursacht werden kann hängt stark davon ab, wie lange der User die Datei verfügbar gemacht hat und wie viel Upload-Bandbreite ihm zur Verfügung steht. Beides ist bei rein privat und für den Eigengebrauch handelnden Personen meist nicht gerade im Übermaß vorhanden.

    Bandbreite und Dauer der Verfügbarmachung einer Datei spielen aber leider ganz regelmäßig überhaupt keine Rolle. Und das ist imo Teil des Akzeptanzproblems. Die tausende Euro Streitwert die da teilweise angenommen werden haben keine nachvollziehbare Grundlage. Die Millionen an Schadensersatz, die in den USA verhängt wurden erst recht nicht. Hat eigentlich mal jemand ausgerechnet wie lange eine Datei auf einem handelsüblichen privaten Internetanschluss verfügbar gemacht werden muss, um eine derartige Schadenssumme auch nur annähernd zu verursachen?

    Und ja, du hast Recht, mit dem Thema des Artikels oben hat das nicht mehr viel zu tun. Daher war’s auch mein letzter Offtopic-Kommentar.

  • Daniel Kälin sagt:

    Lieber Stefan

    Deine Meinung und Empörung teile ich voll. Als grosser Muskfan seit bald 40 Jahren (und treuer Musikkäufer) profitiere ich zwar auch von youtube: Man sieht und hört Musik, die der Markt sonst einfach nicht “hergeben” würde, im wahrsten Sinne des Wortes. Oder die nur noch zu Wucherpreisen erlebbar wäre. Da gibt es sicher Handlungsbedarf!
    Doch grundsätzlich geht es gar nicht, dass User und Plattformen künstlerische Inhalte zur Verfügung stellen und dann so tun, wie wenn sie nicht dafür verantwortlich wären, ja sogar die Rechte der Musik-/Kunstschaffenden fast schon als absurd darstellen.

    Nach dem Hochmut der tiefe Fall, “Pride & Fall” ;-)
    In ruheloser Erwartung des neuen P&F-Albums
    und mit elektr(on)ischen Grüssen

    Daniel, Zürich

  • @ Daniel: Das mit der Verantwortung ist absolut richtig, und solange das nicht geklärt ist, wird sich da (GEMMA vs. YT) auch wenig bewegen. Und da geht es ja nicht nur um Musik, die Leute laden ja auch ganze filme hoch. Oder wie unlängst bei MESH passiert werben die Leute für ihre Piraterieplattformen auf YouTube: “Hier unter dieser URL gibts das ganze Album….”

    *nerv*.

    Stefan

  • MoonShade sagt:

    Also sagen die Tafeln genau das richtige. UMG/EMI/wer auch immer erhebt einen Anspruch und daraufhin wird das Video gesperrt. Der Text passt doch dazu. Abgesehen davon sind die Videos kostenlose Werbung, unbekannten Künstlern hilft es bekannt zu werden, und bekannte könnten sich ja auch dazu entscheiden mit den Werbeeinnahmen der Videos Kohle zu machen und gleichzeitig keine Negativpublicity wegen Sperren zu bekommen, also win-win. Aber besonders Deutschland scheint da noch in den 80er Jahren zu stecken was die Internetvermarktung angeht, schade eigentlich. Naja irgendwann wird auch hier die nötige Anpassung erfolgen, oder eben sich der Erfolg entsprechend anpassen, eins von beiden.

    • @ MoonShade:
      “Also sagen die Tafeln genau das richtige. UMG/EMI/wer auch immer erhebt einen Anspruch und daraufhin wird das Video gesperrt. Der Text passt doch dazu.”

      Naja, das hängt davon ab, was man glaubt was der Normalzustand ist: wenn Man glaubt es ist “normal” dass irgendwelche Leutge alle Inhalte posten, und es ist die Ausnahme, wenn der Rechteinhaber was dagegen hat, dann hast du recht. Aber ich glaube eben das ist die Wahrnehmung die YouTube erzeugen will: Auf unserer Plattform haben alle Inhalte stattzufinden, und wenn einer dagegen ist, dann wird er halt an den Pranger gestellt – und nicht der, der den Fehler begangen hat, nämlich der Uploader. Damit schafft YouTube eigene Tatsachen und kreiert eigene Normen im Umgang mit Inhalten. ZUfällig sind das genau diejenigen Normen, die YouTube am meisten entgegenklommen, und die den Inhabern die meisten Rechte “wegnehmen”.

Leave a comment!

Fügen Sie Ihren Kommentar unten, oder trackback von der eigenen Seite. Sie können auch Comments Feed via RSS.

Seien Sie nett. Halten Sie es sauber. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

Sie können diese Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dies ist ein Gravatar-enabled weblog ist. Um Ihre eigene weltweit anerkannte bekommen-Avatar, registrieren Sie sich bitte an Gravatar.