News

Neues aus der Musikwirtschaft

Kreativität

Alles zwischen Inspiration
und Kunstprodukt

Kommerz

Von Backsteinen zum
Big Business

Konzept

Über „Das Netzwerk“
– und wie man es erschafft

Kontroverses

Political Correctness?
Aber nicht hier!

Home » Kontroverses, Konzept, Leitartikel

Sieben Kardinal-Denk-Fehler in der aktuellen Debatte um “die Freiheit des geistigen Eigentums”

Von Rolf W. Stoll

(und freundlicher Genehmigung des Musikforums des Deutschen Musikrats)

Kein Zweifel: Die Zeiten ändern sich. Hatten in der Vergangenheit nur wenige Verlage und Tonträgerfirmen die Möglichkeit der massenhaften Verbreitung von musikalischen Inhalten, so stellen Computer, Musikprogramme, Internet, mp3-Player und Mobiles heute alle Werkzeuge zur Verfügung, diese Inhalte jenseits des bislang existierenden organisierten Strukturen zu bearbeiten, zu verändern und zu verbreiten. Im Zuge dieser Entwicklung werden zunehmend neue Formen der Verfügung über Musik – und damit über die geistigen Leistungen ihrer Urheber – diskutiert. Der schrankenlose Zugang zu ihnen und ihr von Kosten unbelasteter Gebrauch, der bereits seit längerer Zeit illegal geübte Praxis ist, soll auf diesem Weg gesellschaftsfähig gemacht und letztlich legalisiert werden.

Unser Grundgesetz schützt die geistigen Leistungen und die damit verbundenen Rechte ihrer Urheber in besonderer Weise. Und das mit gutem Grund: Kulturell bedeutende Schöpfungen – ob Pop oder Neue Musik – können nur entstehen in einem geschützten Raum, der es den Urhebern ermöglicht, ihre Reproduktion mit der Verwertung ihrer geistigen Erzeugnisse zu gewährleisten, mit anderen Worten: ihren Lebensunterhalt angemessen zu bestreiten. Nun läuft die gesellschaftliche Entwicklung gegenwärtig darauf hinaus, dieses Grundrecht auf Schutz so genannten “geistigen Eigentums” und die damit einhergehenden Rechtsverhältnisse zu verändern. Gesetze sind, da von Menschen gemacht, bei veränderten Kräfteverhältnissen innerhalb einer Gesellschaft durchaus veränderbar. Die Konsequenzen solcher Veränderung sind aber nur dann wirklich einzuschätzen und können verantwortungsvoll nur dann getragen werden, wenn auch die argumentativen Grundlagen, auf denen sie beruhen, hinreichend geprüft und als werthaltig identifiziert wurden. Genau daran aber mangelt es. In der öffentlichen Diskussion begegnet ein Set an offensichtlich falschen beziehungsweise ungenauen, weil nicht ausreichend reflektierten Argumenten, besser: an Behauptungen, deren genauere Betrachtung lohnt beziehungsweise deren Beantwortung zu einem verantwortlichen Umgang mit den aus ihnen abgeleiteten Forderungen führen kann.

Behauptung Nr. 1: “Geistiges Eigentum wird nicht entwendet, sondern nur verfielfacht.”

Richtig ist, dass es sich bei so genanntem geistigen Eigentum nicht um ein physisches Produkt menschlicher Arbeit handelt. Daher scheint der Eigentumsbegriff in seiner allgemein gebräuchlichen und akzeptierten Form nicht zu greifen. Gleichwohl handelt es sich dabei um das Produkt von (geistiger) Arbeit. Wird diesem Produkt ein Wert beigemessen, so drückt sich dieser Wert letztlich in seinem Preis aus, mit de jede Vervielfältigung beziehungsweise Nutzung belegt ist. Ist der Urheber der Auffassung, seine Leistung müsse angemessen honoriert werden, so ist lediglich die Frage der “Schöpfungshöhe”, das heißt der urheberrechtlichen Schutzwürdigkeit des Produkts, zu klären. In jedem Fall steht es dem Urheber der geistigen Leistung aber frei, diese einem Verwerter zum Zweck der kommerziellen, das heißt gewinnbringenden Veräußerung, oder der Allgemeinheit ohne Honorierung zu überlassen. Wo er Letzeres nicht explizit tut, muss davon ausgegangen werden, dass der Wert, den das Produkt darstellt, auch einen Preis hat und dieser an den Urheber der Leistung zu entrichten ist. Ein Verstoß dagegen ist – nach geltendem Recht – ein Eigentumsdelikt.

 

Behauptung Nr. 2: “Künstler schöpfen weitgehend nur aus dem, was schon da ist, aus dem “kulturellen Erbe” und aus Werken und Ideen, die andere schon veröffentlicht haben. Insofern ist der Begriff des “geistigen Eigentums” obsolet; das Urheberrecht muss deshalb grundsätzlich überdacht werden.”

Dies trifft auf alle technischen und geistigen Hervorbringungen von Menschen zu. Die auf Ovid zurückgehende Metapher “Wir stehen auf den Schultern von Riesen” verweist darauf, dass wir unser Wissen stets auf der Gesamtheit der von uns angehäuften Erkenntnisse bilden. Entscheidend ist, ob in die Hervorbringung eines geistigen Produkts – etwa eines Musikstücks oder eines literarischen Textes – eine Leistung eingeflossen ist, die dem Kriterium der menschlichen Arbeit beziehungsweise des individuellen Schaffens genügt (als mehr ist als Copy & Paste). Bei allen Produkten einer warenwirtschaftlichen Gesellschaft – ganz gleich ob physisch (auch in der Gewinnung eines verwendeten Rohstoffes ist ja menschliche Arbeit geflossen) oder geistig –  ist entscheidend für ihren wert, ob und wie viel menschliche Arbeit beziehungsweise Kreativität zu ihrer Genese verwendet wurde. Es ist dieses Arbeitsaufkommen, das honoriert wird, um die Reproduktion ihres Schöpfers zu ermöglichen, das heißt seinen Lebensunterhalt zu gewährleisten.

Behauptung Nr. 3: “Verwerter, also Verlage, Tonträgerhersteller, Produktionsfirmen und andere, sind im Internetzeitalter weitgehend verzichtbar; sie schöpfen das, was Künstler geschaffen haben, nur ab. In den neuen Medienwelten gibt es neue Darstellungs- und Vermarktungsformen, die Künstler unmittelbar mit ihrem Publikum in Kontakt bringen.”

Diese Behauptung suggeriert, dass es den Verwertern lediglich um das Abschöpfen eines Werts gehe, ohne dabei eine eigene Leistung zu erbringen. Alles andere als dies ist aber der Fall: Die sogenannten Verwerter erbringen eine große Zahl an Dienstleistungen für den Schöpfer eines Werks. Im Fall der Musikverlage beispielsweise ist dies nicht nur die Herstellung und Bereitstellung des gedruckten Materials (zum Beispiel Aufführungsmaterialien, Partituren et cetera), sondern sie organisieren auch die Lagerhaltung und den Versand an Orchester, suchen die Werke im Spielplan zu verankern, promoten Künstler und Werk (beispielsweise in fremden und eigenen Medien), setzen sich für den Einsatz  des Werks oder von Werkteilen in Werbung und im Film ein (Sync Rights). Die Erbringung dieser Leistungen erfordert hohe Kompetenzen und ein Netzwerk persönlicher Beziehungen, eine hohe Glaubwürdigkeit und ein solides wirtschaftliches Fundament. “Verlegen” kommt nämlich von “vorlegen”, das heißt die finanziellen Mittel bereitzustellen, die die Vermarktung eines Werks im Vorfeld ihres wirtschaftlichen Ertrags benötigt. Dabei muss man wissen, dass nur ein Bruchteil der Produktion eines Verlags wirtschaftlich erfolgreich ist. Zwischen 70 und 80 Prozent der Produktion sind im wirtschaftlichen, nicht aber im kulturellen Sinn, “verlorene Investitionen”.

Behauptung Nr. 4: “Das Teilen und Tauschen sowie die nicht-kommerzielle Verbreitung und Nutzung von Musik sollten freigegeben werden, da sie nicht auf Gewinnerzielung gerichtet sind und niemandem schaden.”

Das in dieser Behauptung wirtschaftlich neutral und kommerziell unschädlich eingeschätzte Teilen und Tauschen von Musik versorgt aus der Sicht von Urhebern gerade die Zielgruppen kostenlos mit Musik, die den Hauptabsatzmarkt für ihre Produkte bilden. Die Forderung zu teilen, zu tauschen und die nicht-kommerzielle Nutzung von Musik frei zu geben, suggeriert, dass es daneben andere Märkte gäbe, die den Absatz künstlerischer Produkte in einem für die Sicherung des Lebensunterhalts von Künstlern relevanten und notwendigen Umfang sicherstellen würden und dass diese Märkte die fehlenden Einnahmen aus Tonträgern ausgleichen könnten. Allerdings: Teilen und Tauschen sind dann frei, wenn die Akteure darin übereinkommen, dies zu tun, wenn Komponisten und Interpreten darauf verzichten, ihre Werke in die Obhut eines Musikverlages beziehungsweise eines Labels zu geben. Inwieweit der erhaltene Gegenwert ausreicht, um weiter der Tätigkeit als Künstler nachgehen zu können, ist allerdings die Frage.

Behauptung Nr. 5: “Künstler können ihre Einkommen künftig wieder mehr aus Live-Auftritten generieren, wie dies vor der Einführung der technischen Medien der Fall war. Tonträger und Musikfiles übernehmen dann Merchandising-Funktionen und sind allenfalls noch ein Nebengeschäft.”

Die Einnahmen aus Live-Auftritten können – mit wenigen Ausnahmen – für das Gros der Künstler den Einnahmeverlust bei Tonträgern- beziehungsweise Musikfile-Veröffentlichungen nicht kompensieren. Der Verzicht auf Einnahmen daraus würde den Komponisten, Textdichtern, Bearbeitern und Interpreten nicht nur essentielle Möglichkeiten der Sicherung ihres Lebensunterhaltes verwehren, sondern auch den Freiraum beseitigen, den schöpferische Tätigkeit braucht. Entscheidet ein Urheber, seine Einkünfte seine Einkünfte aus anderen Quellen als dem Verkauf von Tonträgern wie etwa dem Live-Konzert zu gewinnen, das Produkt seiner geistigen Tätigkeit also lediglich als Vehikel ohne Wert/Preis anzusehen und einzusetzen, dann ist das eine Entscheidung, die nur er selbst treffen kann. Eine möglichst weite, kostenlose Verbreitung des Produkts liegt dann sogar in seinem Interesse (Promotion); einer Verwertung außerhalb dieses Zwecks hat er damit noch nicht zugestimmt. Die Tatsache, dass eine kommerzielle Tonaufnahme seiner Musik existiert, ist üblicherweise bereits Ausdruck seines Willens, sein geistiges/musikalisches Produkt kommerziell zu verwerten. Ein Eingriff in dieses Recht – etwas durch kostenloses  Zugänglichmachen seines Produktes – steht dann seinem Verwertungsinteresse und seinem Recht der Entscheidung über das eigene Produkt diametral gegenüber.

Behauptung Nr. 6: “Neue Formen der Verbreitung snd über Youtube, Facebook und andern entstanden. Sie sind frei von kommerziellen Interesse und dienen der Community.”

Youtube (als Unternehmen des Konzerns Google) und alle anderen community-bildenden Internetakteure schöpfen ihren Mehrwert aus der lebendigen Arbeit ihrer Nutzer und den von diesen eingestellten, zum Teil urheberrechtlich geschützten Werke von Künstlern. Die Aktivitäten der Nutzer und die Werke der Künstler bilden die Inhalte und damit die Wertsubstanz der Portale im Sinne des “user generated content” – das heißt kostenfrei für das Unternehmen Youtube/Google. Weder die Arbeit dieser Nutzer noch die eingestellten Werke werden honoriert; Youtube/Google allerdings steigert dadurch nicht nur seine Werbeeinnahmen und die Einnahmen aus dem Verkauf und der Weitergabe von Nutzerdaten, sondern erzeugt dadurch auch einen Unternehmenswert (bei der Übernahme durch Google waren es 1,3 Milliarden Euro), der – über eine neuerdings abgetrotzte Minimalbeteiligung hinaus – wiederum nicht den Produzenten der Inhalte, sondern den Shareholdern zugute kommt. In dieser ganzen Verwertungskette kommt nur einer als Nutznießer nicht vor: der Künstler, auf dessen (nicht honorierter) geistiger Arbeit diese Portale ihr Geschäftsmodell gründen.

Behauptung Nr. 7: “Das geistige Eigentum wird erst frei, wenn der freie Umgang mit ihm erlaubt ist.”

Die Gedanken mögen frei sein. Die Ergebnisse der Gedanken, die sich in Produkten aller Art manifestieren, sind es nicht – jedenfalls nicht in einer Gesellschaft, in der Arbeit die Grundlage der Existenzsicherung darstellt. Die Behauptung suggeriert, es gehe um die Befreiung geistigen Schaffens. Tatsächlich ist damit gemeint: der kostenfreie Umgang mit den Leistungen, die andere erbracht haben. Die Vorstellung eines “geistigen Schaffens”, das – abgelöst von den materiellen Bedürfnissen ihrer Schöpfer und den Bedingungen ihrer Lebensumwelt – in einem libertären Wolkenkuckkucksheim seine Erfüllung im äquivalenten Tausch mit anderen geistigen Gütern findet, mutet ebenso schlicht wie idealistisch an. Tatsächlich vernebelt sie die wahren Verhältnisse: In einer als immer belastender empfundenen Lebenswirklichkeit hat sich Musik mehr und mehr zum Mittelpunkt der Flucht in eine bessere Welten und damit zum Mittel körperlicher und geistiger Reproduktion  der Arbeitskraft entwickelt. Jetzt – so scheint es – vollzieht sich in aggressiver Weise ein tiefgreifender gesellschaftlich-wirtschaftlicher Wandel (ein Wandel in den Produktionsverhältnissen): Seine Bannerträger, seien sie grün, frei-demokratisch oder freibeuterisch, sorgen – teilweise sicher unbeabsichtigt – durch die Forderung nach faktischer Entwertungen geistiger Leistungen – beispielsweise im Fall der Musik – dafür, dass die Kosten der allgemeinen Reproduktion der Arbeitskraft sinken. Was also als “Fortschritt” daherkommt, ist nicht mehr als die Stabilisierung der (von manchem der Protagonisten gerade kritisierten) herrschenden Verhältnisse.

Über den Autor: Rolf W. Stoll ist bei Schott Music Leiter des Verlagsbereiches Zeitschriften, Herausgeber und Chefredakteur der Neuen Zeitschrift für Musik und Geschäftsführer der Schott Music & Media GmbH. Er veröffentlichte zur Musik Chinas, zur Musik der Renaissance und der zeitgenössischen Musik.

Rolf W. Stoll ist der Autor des sieben Thesen. Foto: Schott/Wergo

 

Schlagwörter: , , , ,

8 Comments »

  • Lago sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Ich höre diese “Argumente” seit vielen Jahren. Immer und immer wieder. Ich habe definitiv nicht mehr die Größe, Plattitüden auf Stammtischniveau so noncharlant aber fundiert zu wiederlegen.

  • mai sagt:

    Ok, schalten wir das Internet einfach wieder ab. Andere Lösungen gehen aus dem Text nicht hervor.

  • @Mai: Wie wäre es mit Vernunft und so? Soziale Normen im Umgang mit Inhalten von anderen Leuten. Ich glaube auch nicht,d ass der Text Lösungen bieten will, er will lediglich gängige Argumentationen demontieren, und das gelingt ihm m.E. ganz gut.

  • Christian Wildermuth sagt:

    Sehr geehrte Frau “mai” / geehrter Herr “mai” (Esther Mai..? Wer weiß…)

    Es wäre schön, wenn das “Internet” als DAS erkannt würde, was es lediglich ist: nämlich eine REIN TECHNISCHE ERFINDUNG. Technische Erfindungen können als sinnvoll oder sinnlos erachtet werden – sie ermöglichen jedoch immer verschiedenste Arten der Nutzung.

    Wer eine solche rein technische Erfindung nutzt, trägt die Verantwortung für das, was er damit erwirkt oder gar anrichtet, vielleicht sogar Anderen MENSCHEN an Schaden zufügt. Welcher Art auch immer.
    Der Nutzer trägt beispielsweise auch für das Verantwortung, was er damit herstellt – z. B. eine nächste oder weitere technische Erfindung.

    Da aber die meisten dieser technischen Erfindungen – entweder aus Versehen oder ganz bewusst und gezielt zweckentfremdet – zum Schaden Anderer führen können (vielleicht sogar genau dafür erfunden wurden), gibt es gewisse Regeln, die eine Gesellschaft in einem möglichst verantwortungsbewussten Entscheidungsprozess, wohl durchdacht miteinander entschieden und im Sinne der gemeinsamen Werte vereinbart hat. Es soll also jeder darauf achten, möglichst niemandem Schaden zuzufügen – weder körperlich und/oder seelisch, noch materiell.

    Um mehr, als den verantwortungsvollen Umgang, geht es eigentlich nicht. Das setzt natürlich voraus, dass möglichst viele Menschen auf alles Erdenkliche, alles Machbare – nur weil es TECHNISCH möglich ist – ganz bewusst verzichten.

    Das bedeutet natürlich nicht, dass man beispielsweise beim Versenden einer wie auch immer formulierten “SMS”, die eigene Rufnummer unterdrücken kann. Denn hier und da MÜSSEN die vereinbarten Werte und deren gemeinschaftliche Einhaltung, wie auch die der gegenseitigen Achtung, durch konkrete technische Veränderungen der bis dahin technischen Möglichkeiten eingeschränkt werden.

    Das ist ja auch gut so, denn – um bei dem Beispiel “SMS” zu bleiben – WER will denn schon ständig anonym beleidigt, bedroht, belästigt, mit Lügen und unerträglich aggressiver, oft hasserfüllter, von purem Neid getriebener Dummheit überschüttet werden, ohne eine reelle Chance darauf, überhaupt zu wissen, wer denn dieser und jener in WIRKLICHKEIT ist? Gerade dann, wenn die Angriffe besonders widerwärtig sind – und bloß, WEIL es mal wieder TECHNISCH möglich ist.

    Schöne Ostern – an Alle! Auch Ihnen Frau/Herr “mai”! (Esther Mai..? Wer weiß…)

    Gruß,
    Christian Wildermuth

    • Esther Mai sagt:

      Lieber Christian Wildermuth,

      ich bin völlig auf Ihrer Seite und bin nicht die Autorin, die unter der dem kleingeschriebenen “mai”, fordert, dass das Netz abgeschaltet wird. Das wäre, da ich zum WeCab-Team gehöre, auch recht kontraproduktiv für unsere Plattform. ;-)

      Gruß,

      Esther Mai

  • Ronya sagt:

    Super Artikel, der es mal wirklich auf den Punkt bringt, wie es den Künstlern dabei geht.
    Als studierter Musiker ist es tatsächlich unglaublich hart geworden, seinen Lebensunterhalt ausschließlich durch Musik zu bestreiten, sei es durch Konzerte, CD-Produktionen (Qualität kostet) oder Unterrichten an Musikschulen (geringe Honorare). Ein Problem ist auch, dass viele Leute Musik nebenher als Hobby betreiben und nicht auf Einnahmen durch Verkäufe, Konzertgagen etc. angewiesen sind. Die Festanstellung in einem regelmäßig bezahlten Job gibt ihnen einen gesicherten Lebensunterhalt und das nötige Kleingeld für Studioaufnahmen, Equipment, Promotion. Und Konzerte werden meist umsonst bzw. für lau gespielt, weils ja “auf das Geld nicht so ankommt, sondern der Spaß zählt”.
    Wenn man aber von Musik leben muss, weil man den Mut hatte, seinem Talent nachzugehen und sich über viele, viele Jahre intensiv damit beschäftigt hat, machen solche Einstellungen den Markt kaputt.
    Es sollte wieder mehr auf die Qualität geachtet werden, und zwar nicht nur der Musik, sondern auch, was der Musiker kann. Konsumenten hören leider meistens nur noch das, was sie möglichst bequem und kostenlos vorgelegt bekommen.
    LG Ronya

    • Hallo Ronya,

      die Konkurerenz von Profimusikern mit “Amateuren” gibt es aber schon seit gefühlten Dekaden, und natürlich kann man deswegen keinem Amateur verbieten, Musik zu machen, oder diese unter seinen Konditionen zu veröffentlichen. Natürlich sind die Produktionsmittel günstiger geworden, so dass professionelles Musikmachen einfacher geworden ist als früher. Und ja, es gibt jede Menge Musik, die nicht hohen Qualitätsanforderungen entspricht, aber ich glaube dieser Konkurrenz müssen sich die Professionellen Musiker, denn: Was wäre die Alternative? Amateurmusik verbieten?

      Wohl kaum, das kann es ja wohl nicht sein….

      Gruß,

      Stefan

Leave a comment!

Fügen Sie Ihren Kommentar unten, oder trackback von der eigenen Seite. Sie können auch Comments Feed via RSS.

Seien Sie nett. Halten Sie es sauber. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

Sie können diese Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dies ist ein Gravatar-enabled weblog ist. Um Ihre eigene weltweit anerkannte bekommen-Avatar, registrieren Sie sich bitte an Gravatar.